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Fotos: Zucker - Restaurant in der Raffinerie

Zucker - Restaurant in der Raffinerie

Frankfurter Str. 2
38122 Braunschweig
0531-281980

aktualisiert: 05 / 2023
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo-Sa von 12-14 Uhr u. ab 18 Uhr, So Ruhetag
Hauptgerichte: 32-44 €,
Menüs: 74-92 €

In den hohen Backsteinhallen einer ehemaligen Zuckerraffinerie hat sich das vom Industrial-Flair des gesamten Gebäudes geprägte modern-elegante und durch raumhohe Fenster sehr hell wirkende Restaurant von Gesche Sonntag und Alexander Riehl in den vergangenen Jahren als feste Größe etabliert. Nicht nur als Hochzeits- und Veranstaltungslocation mit gastronomischem Rundumservice, sondern auch als entspanntes aber anspruchsvolles Feinschmeckerlokal.

Am klassisch-modernen Stil der Küche hat sich auch in diesem Jahr nichts grundlegend geändert. Wie schon beim letzten Mal festgestellt, werden die von guten individuellen Ideen geprägten Gerichte mittlerweile durchweg sehr akkurat und feinfühlig umgesetzt. Bei unserem jüngsten Besuch illustrierte das schon die mediterran angehauchte vegetarische Vorspeise rund um knackige gelb-grüne, mit saftigem Paprika-Quinoa gefüllte Zucchini-Cannelloni. Angerichtet auf einem Ayransud mit charakteristischer salzig-laktischer Frische, dem von Schnittlauchöl feine pikante Schärfe zugespielt und von Mayo-Tupfen mit knuspriger Quinoa ein weiteres feines Detail zur Seite gestellt wurde, war das ein animierender Start.  

Beim Hummerschaumsüppchen mit hellem tomatigem Einschlag, der das röstwürzige Krustentieraroma auf frische Art und mit feiner Säure stützte, wurde insbesondere die sehr gute handwerkliche Basis deutlich, auf der das Team hier arbeitet. Ein zartes Wan-Tan-Täschchen, in dem sich eine glasig gargezogene Jakobsmuschel versteckte, war dem ausdrucksstarken Süppchen zudem eine attraktive noble Ergänzung.

Der Hauptgang entführte dann mit seinem Duft schon beim Einsetzen ganz unmittelbar in südländische Gefilde. In Gestalt einer locker zweifingerhohen Tranche vom Adlerfisch mit saftigem Fleisch unter markant gerösteter Haut in passend kraftvollem Umfeld eines fruchtigen rotgelben Paprikaragouts (leider nicht enthäutet), knuffiger Olivengnocchi und einem blumig-dichten, mit Safran aromatisierten Paprikafond wurden hier durchweg zupackende Aromen aufgeboten. Und allein die fantastische Produktqualität des Fischs machte daraus einen Erfolg, aber auch das Gesamtbild konnte auf seine leicht rustikale mediterrane Art überzeugen.

Überzeugend sind im Zucker immer auch die Desserts, etwa wenn eine mustergültige, fein mit Tonkabohne parfümierte Crème brûlée mit Haselnusseis kombiniert wird oder eine gebrannte Lemontarte mit Baiser und Mascarponeeis als angenehm geradliniger Nachtisch auf den Tisch kommt. Das zuvorkommende und gut eingespielte Serviceteam sorgt für reibungslose Abläufe und entspannte Atmosphäre. Die Weinkarte listet viele gute, schwerpunktmäßig deutsche und österreichische Gewächse zu moderaten Preisen.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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