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Fotos: H'manns

H'manns

Am Goldberg 2
67271 Neuleiningen
06359-5341

aktualisiert: 07 / 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Do-Sa ab 18 Uhr, So ab 16 Uhr, Mo-Mi Ruhetag
Hauptgerichte: 22-52 €, Menüs: 64-118 €

Malerisch und direkt am Ortseingang von Neuleiningen, unterhalb der markanten Burg gelegen, bietet das hübsche Domizil der Hegmanns mit seinem unverstellten Ausblick bis hin zur Bergstraße einen wirklich ausgesprochen einladenden Platz zum Genießen. Besonders idyllisch ist das auf der sonnigen Terrasse möglich, genauso aber auch im hellen freundlichen Gastraum mit seinem schlicht eleganten Mobiliar und dem rustikalen Holzofen. Natürlich ist ein schöner Platz allein aber nur wenig wert, und deshalb ist es umso erfreulicher, dass Küchenchefin Chris Brigitte und Gastgeber Andreas Hegmann auch mit ihrer unkompliziert-einfallsreichen Küche und einer beachtenswerten, engagiert gepflegten Weinkarte viel zu bieten haben.

In der liebevoll gestalteten Speisekarte zeigt bereits die genaue Herkunftsbeschreibung der Hauptprodukte von beinahe jedem Gericht, mit welchem Anspruch die Chefin einkauft und arbeitet. Wildgefangene Fische und Meeresfrüchte werden dabei mit dem gleichen Stolz präsentiert wie Bio-Eier und Tomaten vom Demeter-Hof aus dem benachbarten Altleiningen – und geben auch gleich einen Hinweis auf das Konzept der Küche, das sich konsequent an Produktqualitäten orientiert, offen dafür, wo diese jeweils bestmöglich zu bekommen sind. Und damit ist tatsächlich ein erfreulich hohes Produktniveau garantiert, das vom hausgebackenen Sauerteig-Brot zu Beginn bis zu den vollreifen Beeren und Früchten in den Desserts reicht.

Immer Donnerstags bietet ein Tapas-Menü mit schlichten pointierten Kleinigkeiten eine gute Möglichkeit, sich einen Eindruck vom Konzept und Niveau der Küche zu machen, während an den anderen Öffnungstagen ein Menü mit ebenfalls eher reduzierten Gerichten geboten wird, das sich im Anspruch nicht wesentlich unterscheidet, aber den einen oder anderen pfiffigen Akzent mehr integriert.

So überzeugen bei den Tapas beispielsweise ein lauwarmer Gemüsesalat mit eigenaromatischen bittergrünen und eher fruchtigen Sorten, teils mit leichten Röstnoten und von hochwertigem Öl und Kräuterwürze geprägt, oder ein dank ausgezeichneter Produktqualität frisch und klararomatisch wirkendes, nur von winzigen knackigen Karotten- und Selleriewürfelchen ergänztes Oktopuscarpaccio, während im Menü dann ein cremig gebundenes Saiblingstatar mit sommerlichem Gemüsesalat und dünnen krossen Rösti kombiniert wird.

Manche Tapas liegen vom Niveau her gar nicht weit weg von den Menügerichten. Etwa die hervorragende Garnele (knackig-zart und reinaromatisch), deren ätherisch-pfeffrige Würze einen markanten Kontrast zu einem milden Salat aus hauchdünn geschnittenem Fenchel und Fenchelgrün setzte. Oder die kräftig angerösteten Jakobsmuscheln mit ebenfalls rösch-zarten Shiitake-Streifen und Petersilie, die voll auf maximal ausgereizte Maillard-Aromen abgestellt waren, diese aber nicht überstrapaziert oder gar bitter, sondern perfekt auf dem Punkt und nur von Salz und einen Säurehauch ergänzt, transportierten.

Auch ein scheinbar schlichtes, aber mit feiner Weinsäure, cremig fließender Konsistenz und feinbitterem weißen Spargel trotzdem nobles und vor allem handwerklich ausgezeichnetes Risotto zeigte, dass die Küche vor allem in den einfachen, aber dafür perfekt umgesetzten Komponenten ihre größten Stärken ausspielt. Und davon profitieren auch Gerichte wie der unter saftiger Pilzkruste rosa gebratene Färsen-Rücken mit Thymianpolenta und Kräutersaitlingen ganz wesentlich.

Der unaufgeregte, darin aber sehr starke Stil, zieht sich durch bis zu den Desserts und überzeugt auch dort, sei es bei einer gefrorenen Champagnersabayon mit Himbeeren und flaumigen kleinen Topfenknödeln oder bei saftigem Schokoladenkuchen und vollfruchtigem Erdbeersorbet. Gemeinsam mit der in Breite und Tiefe bestens aufgestellten Weinkarte, die renommierte Pfälzer Erzeuger genauso umfasst wie regelmäßig besonders gepushte Newcomer, entsteht so ein rundum stimmiges Gesamtbild für „Dolce Vita“ in der Pfalz.

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