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Fotos: Gasthof Dannerwirt

Gasthof Dannerwirt

im Hotel Dannerwirt
Kirchplatz 4
83126 Flintsbach
08034-90600

aktualisiert: 01 / 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo-Mi u. Fr ab 17 Uhr, Sa u. So ab 12 Uhr durchgehend, Do Ruhetag
Hauptgerichte: 17-32 €

Im oberbayrischen Voralpenland gibt es natürlich nicht wenige attraktive Landgasthöfe, doch der am Fuße des Wendelsteins gelegene Dannerwirt in Flintsbach ist schon ein besonderes reizvolles Exemplar. Denn das fein herausgeputzte Wirtshaus mit Hotelbetrieb macht nicht nur innen und außen rein optisch viel her, sondern bietet – neben authentischem Stammtisch und idyllischer Terrasse – auch eine richtig gute Küche. Und zwar keine gehobene Gourmetküche, sondern ganz bodenständige authentische bayrische Gerichte ohne preistreibende Verfeinerung. Eine gute alpenländische Küche für jeden Tag also.

Nicht von ungefähr herrscht hier deshalb meistens reger Betrieb, im Sommer vor allem draußen mit Biergarten-Flair und ansonsten drinnen in den unterschiedlichen gepflegten urigen Gaststuben. Und dort gibt es dann all das, was man an einem der Tradition und Region verbundenen Ort erwarten kann. Zum frischen, saftigen Sauerteigbrot von der Bäckerei Schiedermeier werden Frischkäse, Obazda und Griebenschmalz aufgetischt, unter der Handvoll Vorspeisen auf der sinnvoll klein gehaltenen Speisekarte dürfen das Rindertatar oder der opulente Gartensalat mit gebratener Rinderlende nicht fehlen, es gibt aber auch ansprechende vegetarische Optionen, denn der Dannerwirt geht mit der Zeit und kredenzt ein Carpaccio von buten Bete-Varietäten mit flambiertem Ziegenkäse und Walnüssen oder eine Bowl mit geräuchertem Tofu, Belugalinsen, Kürbis und Bete.

Dass hier zwar nicht sonderlich aufwendig oder kreativ, wohl aber handwerklich fundiert und mit einer sehr soliden Substanz gekocht wird, kann man hervorragend an den Suppen schmecken. Etwa einer auf ganz natürliche Art kraftvollen, tiefen Rindsbouillon, in der neben fluffigen Pfannkuchenstreifen auch jede Menge frisch geschnittener Schnittlauch schwamm. Aber auch die aufgeschäumte Cremesuppe von Maronen mit einer Einlage aus gebratenen Apfelscheiben konnte überzeugen, weil deren Konsistenz nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn war, der Geschmack klar und typisch und die Balance zwischen Würze, Süße und Säure ausgewogen.

Immer einen Versuch wert sind im Dannerwirt auch die nicht nur auf dem Speisekartenpapier als luftig angekündigten, sondern sich tatsächlich auch auf dem Teller so präsentierenden Spinatknödel, die mit einer schön leichten und trotzdem herzhaft würzigen Bergkäsesauce und verschiedensortig zusammengestelltem Wildkräutersalat viel Spaß machen. Und den macht ganz ohne Abstriche auch der ofenfrische Krustenbraten vom Strohschwein mit wirklich krachend röscher Schwarte und zartem Fleisch, der mit zweierlei Knödeln, also Semmel- und Kartoffel, schmelzigen Butterbröseln und einer mit Dunkelbier angesetzten Natursauce.

Die alpine Line reicht von Oberbayern bis nach Österreich: gesottener Tafelspitz vom Weideochsen ganz typisch mit Wurzelgemüse, Schnittlauchkartoffeln, frisch geriebenem Meerrettich, Wiener Schnitzel, wahlweise vom Strohschwein oder vom Kalb, aber auch karamellisierten Kaiserschmarrn mit in Rum eingelegten Rosinen, Mandeln, Apfelmus und Zwetschgenröster gibt es hier. Und wie in einer traditionellen bayrischen Wirtschaft nicht anders zu erwarten, recht üppig portioniert.

Für einen Nachtisch sollte man sich trotzdem noch etwas Kapazität aufsparen. Und wenn es nicht mehr für den äußerst lohnenden Kaiserschmarrn reicht, dann passt ja vielleicht noch eine kleine Crème brûlée, die hier wirklich sehr ansprechend gelingt: cremig gestockt, viel Eigelb, viel Vanille, eine hauchdünne, restlos karamellisierte Zuckerschicht, darauf nur ein paar aromatische marinierte Beeren.

Dazu gibt es selbstredend gutes, frisch gezapftes Bier vom Rosenheimer Auerbräu, aber auch einige ordentliche Schoppenweine, aufgetischt von einem Serviceteam, das selbst bei viel Betrieb souverän den Überblick behält.

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