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Fotos: Zum Dompropst

Zum Dompropst

Marktplatz 19
66687 Wadern
06871-8762

aktualisiert: 03 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
So-Di u. Do u. Fr von 11.30-13.30 Uhr u. ab 18 Uhr, Sa ab 18 Uhr, Mi Ruhetag
Hauptgerichte: 18-36 €,
Menüs: 35-50 €

Mit seiner eigenen Feinkost-Linie, die Gewürzmischungen, Essige, Öle und Saucen umfasst, hat sich Christian Birtel längst einen guten Namen in der Region gemacht. Aber auch das, was er in dem netten kleinen Lokal am Marktplatz, das mit seinem schwarzweißen Fliesenboden, den Wandspiegeln und den roten Polstern auf schwarzem Gestühl klassische Bistro-Atmosphäre hervorruft, tagtäglich so alles kocht, kann sich wirklich schmecken lassen. Gemeinsam mit seiner Frau Saskia, die hier für den Service verantwortlich ist, kredenzt er hier eine Küche, für die zwar höhere Ansprüche an den Tag gelegt wird als in den durchschnittlichen Lokalen, die aber auch nicht überzogen exklusiv daherkommt.

Abgesehen von ein paar wenigen Gerichten, die ob der verwendeten Produkte zwangsläufig einfach teurer sind (und sein müssen), geht es hier bodenständig zu. Es gibt unkomplizierte und preiswerte Tagesgerichte wie Rinderrouladen mit Marktgemüse und Kartoffelgratin oder Meerbarschfilet mit Zitronensauce, Tomaten-Lauchgemüse und Kartoffeln, die aus guten, frischen Viktualien vernünftig und schmackhaft zubereitet werden. Die Hauptkarte offeriert darüber hinaus auch etwas gehobenere Speisen, bleibt damit aber auch bodenständig und für ein breites Publikum zugänglich.

Man kann auf jedem Teller sehen und schmecken, dass hier sehr solides Handwerk geboten ist, auch wenn im Detail kein großer Aufwand betrieben wird, die Gerichte zumeist recht schlicht daherkommen und keine weiterführende Raffinesse im Detail zu bieten haben. Ein gutes Beispiel hierfür war zuletzt die Vorspeise rund um sehr schön zarte und saftige Tranchen von der Fischterrine (vorwiegend Lachs), die zwar sehr zaghaft gewürzt, aber schön natürlich im Geschmack, auf einer Honig-Senf-Creme angerichtet waren und von mariniertem Rucola und ein paar halbierten, kurz auf Temperatur gebrachten Tomatenhälften begleitet wurden.

Dass der Chef durchaus ein Händchen für Aromen und Feinheiten hat, zeigte die mit Portwein und Chili abgeschmeckte Maronensuppe, die erstens kein mehlig-sämiger Pamps war, sondern eine schön schlanke, rahmig-dünne Basis hatte, und zweitens klaren Produktgeschmack nach Maronen bot. Mit dezenter alkoholischer Süße und nur einem Hauch Schärfe hatte das Süppchen sogar auch noch einen pfiffigen Akzent.

Warum sich die Küche des Dompropsts nach unserer Einschätzung trotzdem knapp unter der 5-Pfannen-Marke bewegt, lässt sich gut an einem Hauptgericht wie dem Steinbuttfilet mit Krustentiersauce, Pfifferlingen, Blattspinat und Bandnudeln erklären, mit dem nicht nur preislich die Messlatte höher angelegt wird. Der Fisch selbst war qualitativ nicht schlecht, aber mit einer pfeffrigen Gewürzmischung regelrecht überfrachtet, die begleitende Pasta leider sehr weich und ausdruckslos und bei der Sauce verriet nicht nur die signalrote Farbe, sondern auch deren Geschmack, dass hier mit einem Konzentrat wie Krebspaste oder etwas Ähnlichem gearbeitet wurde. In Summe natürlich dennoch schmackhaft, aber für eine Auszeichnung ein paar Ungenauigkeiten zu viel auf einem Teller.

Wie gewohnt grundsolide, in seiner Einfachheit aber ebenfalls knapp unterhalb von 5 Pfannen angesiedelt, war der Nachtisch in Gestalt eines Honigparfaits mit Orangenfilets, etwas Melone und Himbeermark: ein guter Eindruck zum Schluss! Und diesen machte auch wieder der unkomplizierte familiäre Service und die kleine Weinkarte, die von einfachen Schoppen bis zu renommierten Winzern von Saar und Mosel ein attraktives Spektrum bietet.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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