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Fotos: Zeller Restaurant

Zeller Restaurant

im Hotel Zeller
Aschaffenburger Str. 2
63796 Kahl am Main
06188-9180

aktualisiert: 07 / 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Täglich von 12-14 Uhr u. ab 18 Uhr, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 20-46 €, Menüs: 26-80 €

Das weitläufige schmucke Hotel, das zu einem nicht unbeträchtlichen Teil mit einer hervorragenden Infrastruktur für Tagungen und Firmengäste punktet, lockt seine Gäste mit einer sympathisch bodenständigen Art von Luxus und durchgängig hohem Qualitätsanspruch. Das schließt auch das Restaurant mit ein, in dem in behaglich-eleganten Räumen oder auf der entspannt idyllischen Terrasse angesichts der nicht eben wenigen Plätze überraschend fein und qualitätsbewusst aufgekocht wird.

Dabei setzt das Team vor allem auf Bewährtes – mal regional-traditionell, mal mediterran angehaucht – und schafft es dabei durch sauber und klar umgesetzte Komponenten, die Teller trotzdem durchweg inspiriert und attraktiv zu halten. Und auch wenn mal einzelne Bestandteile nicht ganz so exakt, sondern etwas ungehobelter daherkommen, bleibt stets eine frische und natürliche Aromatik gewährleistet.

So gab es zuletzt einen typisch beschwingten Start mit erfreulich frischen, akkurat gegrillten Jakobsmuscheln, deren nussiges Aroma von einer zarten Kürbiskernöl-Mayonnaise unterstützt wurde. Erfrischenden Kontrast brachten zudem dünne Scheiben von süßsauer eingelegtem Kürbis, allerdings wäre bei diesem eine weniger forcierte Marinade eleganter gewesen. So schmeckte der Salat ein wenig zu ungestüm vor und ließ die grundsätzlich gute Idee etwas hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben.

Die gleiche etwas ungehobelte Art (bei gleichzeitig hoher Produktgüte!) prägte auch die zartrosa gebratenen Hirschschnitzel, die mit ihrer pfeffrigen Würze und ausgeprägtem Wildaroma neben blanchiertem Spitzkohl, sautierten Pilzstücken und angekrossten Pilz-Semmelknödeln in einer sehr großen Menge einer eher dünnen und fleischlich-neutralen Sauce badeten. Das Gesamtbild wirkte hier vor allem durch die Sauce gröber und behäbiger, als es die sehr guten Produkte und die Grundidee hätten vermuten lassen. Wohlschmeckend und handwerklich-frisch war das Ergebnis aber nichtsdestotrotz.

Generell bleiben die Gerichte stets eher gegenständlich und robust, sei es beispielsweise auch bei geschmorter Schulter vom Salzwiesenlamm nebst Artischockengemüse und gebratener Maispolenta oder dem kross auf der Haut gebratenen Zander mit Ratatouille und herzhaften Thymiankartoffeln – wenn dabei auch die Saucen ausdrucksstark geraten, macht aber gerade das den Reiz der Küche aus!

Und die braucht sich außerdem auch im süßen Bereich nicht zu verstecken und bewies das zuletzt mit einer perfekten Crème brûlée mit zartem Schmelz, üppigem Vanilleduft und optimal dünner Zuckerkruste, deren reichhaltige Süße von einem herb-frischen Blutorangensorbet fein gekontert wurde.

Das gut eingespielte Serviceteam behält auch bei vollem Haus den Überblick und lässt es die Gäste an nichts fehlen, auch nicht an gut gefüllten Gläsern, im Offenausschank mit eher einfacheren Qualitäten seriöser Erzeuger, bei der Auswahl einer oder mehrerer Flaschen auch mit spannenden hochklassigeren Optionen.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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