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Fotos: YOSO Asian Comfort Food & Ydo Sol

YOSO Asian Comfort Food

Schafbachstr. 14
56626 Andernach
02632-4998643

aktualisiert: 02 / 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo u. Di u. Fr. u. Sa ab 18 Uhr, So ab 12 Uhr durchgehend, Mi u. Do Ruhetag
Hauptgerichte: 6-40 €

Im Rahmen der konzeptionellen Neuorientierung im Restaurant-Portfolio der PURs-Gruppe, die in Andernach das Hotel am Ochsentor sowie das Relais-&-Chateaux-Haus PURs betreibt, hat nun auch das YOSO wieder eröffnet – und sich statt asiatisch inspiriertem Fine Dining der ostasiatischen Streetfood-Kultur verschrieben. „Asian Comfort Food“ lautet passenderweise der Untertitel des Lokals, das die authentischen Aromen Japans, Koreas, Chinas, Taiwans, Vietnams und Singapurs auf unkomplizierte Art auf die Teller und in die Schälchen bringt. In kleinen Portionen und grundsätzlich auch zum Teilen gedacht.

Ideengeber und Supervisor hinter dem Konzept ist Peter Fridén, der auf der Website des YOSO auch als Küchenchef genannt ist, wenngleich er natürlich in der Hauptsache für seine beeindruckende „New Nordic Japanese Cuisine“ am Herd des PURs zwei Gassen weiter steht. Doch die Anwesenheit des Chefs ist für die im Grunde sehr unkomplizierten, vor allem im Service einfach zu finalisierenden Gerichte auch gar nicht erforderlich, das können die von ihm angeleiteten Köche genau so gut. Entscheidend sind seine Ideen, sein Erfahrungsschatz und sein Know-How in der Entwicklung und vielleicht noch beim Mise-en-place. Und diese Expertisen lässt er hier für eine wirklich attraktive alltagstaugliche Küche einfließen, die bewusst unterhalb der Gourmet-Schine positioniert ist und ein breites Publikum anspricht, aber dennoch überdurchschnittlich raffiniert und niveauvoll daherkommt.  

Aus den kalten Vorspeisen hatten wir uns das Enten-Tataki herausgepickt und durften uns über eine in dünne Tranchen geschnittene Entenbrust freuen, die rosasaftig gebraten, aber kalt serviert wurde, nämlich mariniert und mit einer komplexen pfeffrigen Gewürzmischung aromatisiert. Auf einer ausgewogenen Hoisin-Sauce sowie Kräuteröl, flankiert von einem erfrischend fruchtig-säuerlichen Salat aus grünem Apfel, Orangenfilets, Lauchzwiebel, Kresse und einer mild mit Ingwer aromatisierten Mayonnaise. Das war auch handwerklich sehr akkurat ausgeführt.

Das unkomplizierte Sharing-Prinzip des Yoso spielt all den Gästen in die Karten, die möglichst viel probieren und sich deshalb am liebsten einmal quer durch die Karte futtern möchten. Viele Dinge bekommt man aber auch in sehr kleinen Portionen oder stückweise, so dass man sich selbst als Alleinesser ein mehrgängiges Menü zusammenstellen kann. Hier spielen vor allem Dinge aus der Sparte der warmen Vorspeisen in die Karten, die sich prima auch als Zwischengerichte eignen. Etwa die gegrillten und mit Erdnuss-Furikake gewürzten, auf unaufdringlicher Teriyaki-Sauce aufgetischten Yakitori-Spießchen vom Huhn.

Dinge wie das Bao Chashu, ein mit geschmortem Schweinebauch, nach Tsukemono-Art süßsauer eingelegten Gurken, Pflaumensauce, sowie ebenfalls der mit Erdnuss versetzten Gewürzmischung Furikake gefülltes Bao-Bun, oder beispielsweise eine mit Tempurateig-Hülle knusprig ausgebackene, pikant mit Togarashi gewürzte, schneidig-ätherisch mit Wasabi-Mayonnaise akzentuierte Soft-Shell-Crab werden einzeln angeboten und lassen sich somit sehr gut in eine umfangreichere Bestellung integrieren. Entsprechend üppiger dimensioniert sind natürlich die Hauptgerichte, unter denen man immer auch zwei, drei Ramen-Varianten findet. Oder Dinge wie das scharfe Koreanische „Yangnyeom-Chicken“, zweimal frittiertes und mit einer stark einreduzierten, süßlich-pikanten Glasur lackiertes Hühnchenfleisch, das mit einer entsprechenden Sauce, zart knackigen Bimi, Kopfsalatherzen und gedämpftem Sushi-Reis ganz gegenständlich ohne Schnick und Schnack, aber mit viel frischem Koriander und milden Chilischoten zum Besten gegeben wird.

Auch unter den süßen Sachen gibt es keine Verlegenheits-Desserts, sondern ebenfalls authentische Optionen wie etwa den traditionellen Koreanischen Pfannkuchen „Hotteok“, eine etwas mampfige, dünn panierte, mit Nusspaste gefüllte und knusprig ausgebackene Tasche, die mit Vanilleeis und Ahornsirup kombiniert wird. Oder süßer Kokosnuss-Klebreis mit Mangosorbet, Limette und knusprigen Stücken von Kaminari Okoshi, dem beliebten japanischen Reisgebäck. Unkompliziert und schlicht, aber mit Pfiff, so wie eigentlich alles im Yoso, das auch mit verschiedenem Sake, asiatischen Biersorten und ausgewählten Weinen aus Europa und Übersee dienlich ist.

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