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Fotos: Weinstube im Barbarossa

Weinstube im Barbarossa

im Romantik Hotel Barbarossa
Obermarkt 8-12
78462 Konstanz
07531-128990

aktualisiert: 02 / 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Di-Sa von 12-14 Uhr u. ab 18 Uhr, So u. Mo Ruhetag, (Sommerpause Jun-Aug; Sep nur abends)
Hauptgerichte: 29-52 €,
Menüs: bis 75 €

Mitten in der Konstanzer Altstadt gelegen, ist das Hotel Barbarossa ein kleines Schmuckstück mit einer Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückgeht. Nach wechselhafter Nutzung ist das Haus seit 1874 im Besitz der Familie Miehle und wurde mehrfach modernisiert. Der alte Charme aber ist erhalten geblieben, insbesondere in der Weinstube in der ersten Etage. Hinter den Buntglasscheiben verbergen sich weitläufige Räumlichkeiten mit dunklen Dielen und Holzvertäfelung, die mit historischen Erinnerungsstücken gespickt ist.

Die Kulinarik von Küchenchef Jens Wagner ist klassisch, aber längst nicht so historisch wie das Umfeld. Zwischen badischen Spezialitäten wie Zwiebelrostbraten, Spätzle – und als Gruß an die Schweizer Gäste Rösti – werden auch Ausflüge in die Moderne gemacht, vorzugsweise in mediterrane und französische Regionen mit zum Beispiel zweierlei Ravioli und gebackener Wachtelkeule. Und wer mindestens zu zweit is(s)t: Am Tisch werden nicht nur Châteaubriands geschnitten, sondern auch Crêpes Suzette flambiert.

Produkte aus der Region erfahren hier eine besondere Wertschätzung, obwohl uns beim jüngsten Besuch vielleicht saisonbedingt kein Bodenseefisch auf der Karte begegnete. Eine gute Wahl sind immer die Reichenauer Blattsalate – und doch lockte uns diesmal ein etwas anderer Salat noch mehr. Aus dem Menü, das in vier Gängen die Klassiker à la carte ergänzt, wählten wir den bunten Salat, der Bete in wirklich allen, zumindest vielen Farben und Variationen zu bieten hatte: gelb und rot in gegarten Würfeln, in Stiften und als Röllchen, diese knackig und zum Teil leicht gepickelt. Sehr hübsch dazu die rohen Scheiben Ringelbeete, die geschwungen auch in den Aufbau gesetzt waren, aus dessen Mitte ein Feldsalatbüschel herausragte, umgeben von Pistazien, die zu den süß-säuerlichen nicht nur nussige Töne, sondern auch weitere grüne Akzente gaben.

Das Hauptgericht überzeugte mit zwei schlanken, kross auf der Haut gebratenen Filets vom Wolfsbarsch auf einem Ragout von noch leicht bissfesten Schwarzwurzeln. Die Erdung des Fischgerichts wurde verstärkt durch Kartoffel-Fenchel-Bâtonnets – zwei ausgebackene und angebratene Riegel mit fluffigem Kern, begleitet von Chips aus dem gleichen Gemüse. Optisch machte sich auf dem schwarzen Teller eine weiße Schaumsauce gut, die sich aber auch geschmacklich gerne noch mehr hätte hervortun können, etwa mit einer Zitrusnote oder anderer Säurefrische. Auch das Mango-Aroma in der Crème brûlée, in eine recht tiefe Schüssel gebrannt, war eher zurückhaltend. Dafür war das Lavendel-Flair im Eis so deutlich, dass es dem vielerorts profanem Standarddessert einen interessanten Kick mitgab. Wie auch die getrockneten Himbeeren auf der Creme – die Feige als Deko zum Eis hielten wir für verzichtbar.

Die vom Hausherrn Florian Miehle zusammengestellte Weinkarte bietet einen guten Querschnitt von der Bodenseeregion mit partiellen Ergänzungen darüber hinaus (Pfalz, Frankreich, Italien). Sie ist nicht überbordend, aber sowohl offen als auch flaschenweise finden sich einige Weine, von denen man zu reellen Preisen gerne auch noch ein weiteres Glas trinken kann, wie es sich zum Selbstverständnis in einer Weinstube – und im Sommer natürlich auch auf der Altstadtterrasse – gehört.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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