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Fotos: Trattoria Puglia

Trattoria Puglia

Obere Münsterstr. 2
44575 Castrop-Rauxel
02305-34848

aktualisiert: 06 / 2024
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Di-Fr ab 17 Uhr, Sa ab 15 Uhr, So ab 12 Uhr durchgehend, Mo Ruhetag
Hauptgerichte: 15-35 €,
Menüs: 50-80 €

Die von Patron Nunzio Marcucci engagiert geführte Trattoria mit warmen Farben, schlichter mediterraner Raumgestaltung und den traditionellen rot-weiß karierten Tischdecken bringt in unauffälliger Innenstadtlage eine gehörige Brise Italianità in die Ruhrgebietsstadt. Noch besser kann man die natürlich auf dem lauschigen Freisitz unter rustikaler Pergola genießen.

Doch egal wo man Platz nimmt, die Küche kredenzt eine zugängliche Mischung aus landläufigen italienischen Gerichten von Vitello Tonnato über Orecchiette mit Bolognesesauce bis zur Pizza, aber auch gehobener und exklusiver angedachte Dinge wie Sepia-Linguine mit gegrilltem halbem Hummer, Ravioli mit flüssiger Carbonara-Füllung im Parmesanschaumsüppchen oder ein Steak vom Gelbflossen-Thuna mit Spargel, Parmesan-Kartoffelpüree und Zitronen-Kapern-Öl – also Gerichte, des nicht beim sprichwörtlichen „Italiener um die Ecke“ gibt.

Dass diese Dinge auch recht Gourmet-like aufs Porzellan gebracht werden, ließ schon die Slideshow mit Foodfotos der aktuellen Karte auf dem an der Wand angebrachten Flatscreen vermuten. Und es bestätigte sich auch auf den echten Tellern, wenngleich diese nicht ganz so akkurat arrangiert waren wie die für die Kamera angerichteten Motive. Das mit Romana-Salatherz, Creme und Würfeln von Avocado, Tupfen eines Pürees aus fermentiertem Knoblauch und gehobelter Bottarga applizierte Thunfischcarpaccio hielt jedenfalls auch geschmacklich, was es versprach.

Und weitgehend taten das auch die als längliche kleine Sandwiches mit Lardo, Tomatenpesto und Rucola auf dünnen getoasteten Tramezzini-Streifen geschichteten Jahrgangssardinen mit Kräuteröl, für die lediglich ein etwas frischeres und im Optimalfall fluffig-krosses Weißbrot als Grundlage zu wünschen gewesen wäre. Das bewegte sich aber auch schon so auf knappem 5-Pfannen-Niveau. Genau wie die Spaghetti alla Chitarra aus dem Parmesanlaib mit auf der Microplane frisch darüber Trüffel, wenngleich die qualitativ sehr gute und perfekt al dente gekochte Pasta ruhig noch mehr Schlotzigkeit und vor allem Geschmack vom Parmesan hätte abhaben dürfen und die Trüffel aromatisch relativ blass war.

Unterhalb der 5-Pfannen-Hürde präsentierte sich leider der Hauptgang rund um zwar recht kräftig, fast schon deftig gewürzte, aber nur recht zaghaft angebratene Brüstchen und Keulen von der Wachtel, die dergestalt weniger rösch und saftig als vielmehr elastisch und matt zusammen mit passablen Vongolé und Passepierre auf ihr Risotto-Bett drapiert waren. Letzterer lag mit grenzwertig viel Salz und spröde aufgequollenen Reiskörnern ebenfalls denkbar weit von einem optimalen Risotto entfernt. Auch die Erdbeer-Tiramisú mit feister süßer Mascarponecreme und fast schon suppig durchweichtem Biskuit oder das arg kristalline Erdbeer-Basilikum-Sorbet auf Rhabarberkompott präsentierten sich bei unserem Antrittsbesuch knapp unterhalb der Auszeichnungshürde.

Dass diese mit nur etwas mehr Blick für die relevanten Details locker genommen werden kann, stand außer Frage. Und wer sich hier mit der entsprechenden Erwartungshaltung an die etwas weniger heiklen Offerten hält, hat sowieso seinen Spaß mit der Küche. Und mit dem Weinangebot, das viele gute Gewächse aus den meisten Regionen Italiens im Einstiegsbereich und mittleren Segment listet, von denen nicht wenige auch glasweise zu haben sind.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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