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Fotos: The View

The View

im Hotel Bornmühle
Bornmühle 35
17094 Groß Nemerow
039605-600

aktualisiert: 07 / 2023
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Täglich ab 12 Uhr durchgehend, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 21-33 €,
Menüs: 45-69 €

Küchenchef Torsten Räth und sein Team sind seit vielen Jahren erfolgreich im Restaurant des Hotel Bornmühle zugegen, das in idyllischer Alleinlage nahe des Tollensesees vor den Toren Neubrandenburgs zu finden ist. Seinerzeit im Restaurant „Lisette“, nach dem Um- und Anbau im neu entstandenen Restaurant „The View“ mit Panoramablick auf den See und in einem separaten Gourmetrestaurant mit dem nach ihm benannten „Räthro“, das allerdings schon wieder geschlossen wurde. So konzentriert sich das Team auf das niedrigschwelliger angesiedelte Hauptrestaurant, mit dem ein deutlich breiteres Publikum adäquat angesprochen werden kann. Mit einem Repertoire, das vom klassischen Rindercarpaccio über die Antipasti-Variation und Pasta-Gerichte, bis zu bodenständigen, aber nicht alltäglichen Hauptgerichten reicht, etwa dem Zwiebelsteak vom Duroc-Schwein mit Cremepolenta, mediterranem Gemüse und Madeirajus.

Das ist weniger kreativ, raffiniert und fein ausgeführt als das, was Räth seinerzeit im Restaurant „Lisette“ kredenzt und dafür regelmäßig souveräne 6 Pfannen in unserem Guide einkassiert hat, aber dennoch von überdurchschnittlicher Qualität und souveräner Machart, do dass es weiterhin seinen verdienten Platz unter den Empfehlungen in Mecklenburg-Vorpommern hat. Dass man hier Unkompliziertes und Bodenständiges mit Fingerspitzengefühl und Expertise zubereitet bekommen kann, verdeutlichte bei unserem letzten Besuch noch nicht so sehr das geeiste Gurkensüppchen mit Wachtelei und Räucherforelle, weil die Suppe selbst außer Gurkengeschmack keinen weiterführenden Pfiff hatte, das Wachtelei hart und eiskalt war und der Fisch darin rein mengenmäßig kaum stattfand.

Etwas besser gefiel uns das probierte Pastagericht „Safran-Lachs-Pasta“, auch wenn an den bestens al dente gekochten Tagliolini weder Lachs noch Safran auszumachen war. Dafür punktgenau gegartes, aromatisches Gemüse, die Paprika sogar sauber enthäutet und gut durchgezogen, dazu geriebener italienischer Hartkäse und frisches Basilikum, das auch als Öl um die tomatenlastige Gemüsesauce gegeben war. Sehr solide, sehr schmackhaft, aber ohne besondere Finessen auch noch knapp unterhalb der 5-Pfannen-Hürde angesiedelt.

Diese Bewertung wäre für die mit frischem Thymian gebratene und mit feinen Salzflocken akzentuierte Brust vom Maishähnchen verdient gewesen, welche mit sehr guter natürlicher Jus neben cremiger Polenta und ausschließlich grünen, proper auf den Teller gebrachten Gemüsen (Spargel, wilder Brokkoli, Zuckerschoten, Nadelbohnen) aufgeboten war. Allerdings hätte man hier beispielsweise mit aromatischen Kräutern an den Gemüsen oder irgendeinem frischen Akzent mit ganz einfachen Mitteln auch noch mehr bewirken können.

Weil auch der Nachtisch, eine ebenfalls sehr schmackhafte, aber nicht sonderlich aufregende Tiramisu von weißer Schokolade nebst Pistazieneis, eingelegten Heidelbeeren und Schokoladensauce knapp unterhalb dessen lag, was wir hier auch noch im letzten Jahr erlebten, müssten wir die 5 Pfannen diesmal eigentlich streichen. Doch in dem Wissen, dass es der Chef locker draufhat und vor dem Hintergrund der Bewertungshistorie lassen wir sie bis zum nächsten Besuch zunächst auf Bewährung stehen. Und erwähnen lieber noch die kleine, dem Konzept gemäß aber völlig ausreichende Weinauswahl mit einer Handvoll sehr ordentlicher Schoppen und einer Flaschenweinauswahl namhafter internationaler Erzeuger.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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