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Fotos: Strönholt

Strönholt

Fernsicht 1
25997 Sylt (Hörnum)
04651-46070

aktualisiert: 06 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mi-So ab 12 Uhr durchgehend, Mo u. Di Ruhetag
Hauptgerichte: 24-42 €,
Menüs: bis 64 €

Schon die Lage lohnt den Besuch mittags und abends geöffneten Zweitrestaurant des luxuriösen Golf-&-Spa-Hotels Budersand, das mitten in der Dünenlandschaft am Rande einer dort eingebetteten Golfanlage oberhalb des Hotelkomplexes thront. Über einen kurzen Fußweg durch das parkähnliche Areal ist es vom Parkplatz aus erreichbar und bietet insbesondere auf der großen Terrasse einen herrlichen Blick über den südlichsten Teil der Insel.  

Aber auch in dem länglichen Gastraum mit Panorama-Fensterfront sitzt es sich schön und man wird flott und zuvorkommend bedient. Die Küche unter der Leitung von Küchenchef Kacper Sierocinski konzentriert sich vorwiegend auf die Palette heimischer Viktualien, speziell von engagierten Erzeugern aus Norddeutschland. Zum Lunch sind das meistens ganz bodenständige und traditionelle, wegen des höheren Anspruchs an Produkt und Küchenhandwerk aber eben auch überdurchschnittliche Sachen wie Wiener Schnitzel vom Kalb mit schlotzigem Kartoffel-Gurkensalat, ein aus knusprig gebackenem Lachs mit Sauce Tatar und eingelegten Gurken fabrizierter Fischburger oder eine Currywurst vom friesischen Landschwein mit hausgemachter Currysauce und Pommes, die hier der Renner ist und an vielen Tischen serviert wird.

Abends sieht das Programm, das sich seit Jahren relativ statisch präsentiert, anspruchsvollere Teller vor. Ein immerwährender Klassiker, den wir hier im Rahmen des „Strönholt Signature Menüs“ zum attraktiven Preis schon öfter gegessen haben und ihn aufgrund seiner sehr soliden Qualität auch immer wieder gerne essen, ist das Krustentiersüppchen: eine schön natürlich schmeckende Basis mit viel ausgewogener Power und Röstwürze, in der neben Tomatenconcassé mit Basilikum auch immer ein mit Hummerfarce gefüllter Raviolo schwimmt, der diesmal dünnteigiger und damit eleganter gewirkt hat.

Ein Novum beziehungsweise die Variante eines Hausklassikers erlebten wir beim letzten Besuch auch mit der Krabben-Stulle, die wir bislang als Matjes-Stulle mit Tatar, Zwiebel-Varietäten und dünnen Apfelscheiben kannten. Diesmal mit marinierten Nordseekrabben, herben Salzwiesenkräutern, wachsweichem Wachtelei, marinierten Radieschen und feinsäuerlich abgeschmeckter Cocktailsauce als locker arrangiertes Topping einer angerösteten Pumpernickel-Schnitte mit reizvoll knusprigen Körnern eine nicht weniger attraktive Vorspeise.

Wer das erste Mal im Strönholt isst, fährt mit dem nicht von ungefähr ebenfalls regelmäßig im Signatue-Menü untergebrachten Hauptgang „Strönholts Fischernetz“ zumeist gut, wird hier doch meist aktueller und mit Sorgfalt gebratener Frischfang aus der Nordsee in norddeutscher Façon mit Schmorgurken, Bratkartoffeln und einer Senfsauce mit Meerrettichakzent aufgeboten. Eine bombensichere Bank im gutbürgerlichen Repertoire ist auch die Kutterscholle, die es entweder nach Finkenwerder oder wahlweise nach Büsumer Art, also mit Speck-Zwiebel-Stippe oder mit Krabben gibt. Und zu der, ganz der Tradition verpflichtet, Petersilienkartoffeln und Gurken-Dill-Salat gereicht werden.

Wer partout keinen Fisch mag, findet in Wiener Schnitzel oder geduldig geschmorten und dick mit der eigenen Jus glasierten Ochsenbäckchen nebst glasierten Karotten, Portweinzwiebeln und Pastinakenpüree veritable Alternativen. Noch wärmer würden wir aber die angenehm zurückhaltend gewürzte und dafür schön eigenaromatische Kalbsbratwurst von Tieren aus Freilandhaltung, die mit Rahmwirsing, Kartoffelstampf, Röstzwiebeln und schön herzhafter Senfsauce, die wir in dem Kontext deutlich passender finden als die Trüffelsauce, die es früher mal dazu gab.

Und ob Küstenkäse von der Hofkäserei Backensholz, Tarte Tatin mit Vanilleeis, Zimt und Salzkaramel, oder die schon mehrfach von uns probierte, mit Zitronentymian aromatisierte Crème brûlée nebst Traubenragout und Zitronensorbet: auch zum Abschluss findet sich für jeden Geschmack etwas, das dem Bewertungsniveau entspricht. Serviert von auch bei Hochbetrieb am Abend mit zwei Seatings sehr aufmerksamem Personal, begleitet von einer soliden Weinauswahl.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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