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Fotos: Seerestaurant Riva

Seerestaurant Riva

im Hotel Riva
Seestraße 25
78464 Konstanz
07531-363090

aktualisiert: 05 / 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Täglich von 12.30-16 Uhr u. ab 17.30 Uhr, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 18-50 €,
Menüs: 66-84 €

„Das Haus am See“ wird das Riva Konstanz auf der Homepage in aller Bescheidenheit tituliert, das zur exklusiven Lage mit dem Ophelia in der Jugendstilvilla des Hotelkomplexes zugleich die beste Genussadresse am Bodensee bietet. Aber auch im Seerestaurant im Neubau können sich nicht nur Hausgäste verwöhnen lassen. Schon der Weg dahin durch Lobby, Kaminzimmer und Bar lädt zum Staunen ein. Hinten angekommen ist man dann eigentlich wieder ganz vorne an der Seepromenade, besonders natürlich auf der Sommerterrasse. Im Inneren sitzt man wahlweise an den bodentiefen Fenstern in der Rotunde oder etwas zurückgezogen im hinteren Bereich. Licht und freundlich ist es dank des hellen Marmorbodens und der cremefarbenen Ausstattung im gesamten Restaurant.

Die Karte ist mit wechselnden Spezialitäten breit gefächert, wobei als „Lieblingsgerichte“ das Wiener Schnitzel vom Kalb mit luftiger Panierung oder Zürcher Geschnetzeltes mit saftig-krossen Rösti gesetzt sind. Aber auch für Vegetarier wird unter der Regie von Küchenchef Kevin Berlet viel geboten, etwa Pastagerichte wie Tortellacci mit Steinpilzen oder cremig-zartes Risotto mit saisonal bedingt Bärlauch oder Kürbis. Als Highlights am Abend können zusätzlich gebackenes Kalbsbries oder besondere Cuts vom Grill locken – vom Kikok-Hähnchen bis zum Black Creek Rib-Eye-Steak.

Bei unserem jüngsten Besuch entschieden wir uns für Fisch, der in der überwiegend international ausgerichteten Kulinarik des Riva nicht zwingend aus dem Bodensee sein muss, sondern auch „Tuna Tatar asiatisch interpretiert“ oder „Makrele Marrakesch“ bedeuten kann. Nach dem Auftakt mit Sesamstangen zu einer Kräutercreme kam für uns aber erst einmal ein Onsen-Ei. Die nicht unüblichen Komponenten Spinat, Trüffel, Kartoffel waren auf der Karte zwar gelistet, aber dass alles zusammen geschichtet in einem Glas serviert wurde, überraschte dann doch – funktionierte aber auch gut. Zuoberst also unter geraspelter Trüffel und luftigen Kartoffel-Flips war eine Schicht Espuma aus Kartoffel und Eigelb, in der Mitte das bei Niedrigtemperatur gegarte und noch restflüssige Ei. Spinat war sowohl pur und großblättrig als auch leicht und geschmeidig in einer Kartoffelcreme im Einsatz. So entstand ein wohliges Löffelgericht, in dem sich die einzelnen Aromen dennoch entfalten konnten.

Sehr sanft war auch das Fischgericht mit gebratener Goldforelle – dies sehr exakt und gleichmäßig auf der Haut, die sich goldbraun vom lachsfarbenen Filet lösen ließ. Darunter ein buttriges Kartoffelpüree mit Schmorgurkenstreifen, die aber nicht säuerlich überdreht waren, sondern eine gemäßigte grüne Frische mit sich brachten. Die Beurre blanc dazu war großzügig portioniert und umspielte den Fisch unter dem Schaum zusammen mit elegant abgeschmecktem Sud.

Statt für den Strudel vom Bodenseeapfel mit Kürbiskerneis aus der Manufaktur Yammi oder die uns schon bekannte hauchdünn karamellisierte Mini-Crème-brûlée hatten wir uns dann für „The Gourmand“ mit Espresso und „4 kleinen Köstlichkeiten aus unserer Patisserie“ entschieden – was sich als gute Wahl erwies. Denn der Pfirsich-Macaron, die Himbeercreme und kandierte Physalis im weißen Schokokörbchen, die Erdbeerpraline und das Cassis-Gelee hatten sehr individuelle Geschmacksprägungen und hätten sich als einzelne Komponenten auch in einem Dessert im Gourmetrestaurant Ophelia nicht verstecken müssen. Der Kaffee dazu war exzellent.

Das Thema Wein wird im ganzen Haus mit mehr als 400 Positionen groß gespielt, wie auch schon auf dem Weg ins Restaurant, der vorbei am begehbaren Weinschrank und der Wine-Lounge führt, zu sehen ist. Wer sich nicht auf die Suche nach „seiner“ Flasche begeben möchte – die anderthalb Dutzend offen ausgeschenkten Weine reichen von guten Tropfen vom See bis hin zu international Renommiertem und runden das Angebot stimmig ab.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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