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Fotos: Schweigers Landgasthof

Schweigers Landgasthof

Manhartsdorf 2-4
85456 Wartenberg
08762-73070

aktualisiert: 08 / 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo-Sa ab 17 Uhr, So u. Fei 11-14 Uhr u. ab 17 Uhr, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 12-39 €,Menüs: 31-59 €

Es ist ein großer Pluspunkt des gesamten Südens der Republik, dass sich selbst in abgelegenen Winkeln noch Gasthäuser finden, in denen frisch und natürlich – im besten Fall sogar noch mit einem gewissen Anspruch und individueller Note – gekocht wird. Das liegt sicher an einer gewachsenen und bewahrten Gast- und Genusskultur, aber auch an einem weiten Netz an qualitativ arbeiteten Produzenten und Lieferanten, die von Gemüsen über Fleisch bis Fisch noch abseits der Standard-Großhandelsketten arbeiten.

Der stattliche und im kleinen Manhartsdorf bei Wartenberg zwar nahe des Münchener Flughafens, ansonsten recht weitab vom Schuss gelegene Schweigers Landgasthof ist seit vielen Jahren ein Vorzeige-Exemplar eines attraktiven Wirtshauses: Klar der Tradition verpflichtet, aber mit Anspruch an Produkt und Zubereitung und oft einem kleinen pfiffigen Kick auf den Tellern. Dazu kommen das gepflegte gemütliche Ambiente, ein weitläufiger Gastgarten mit alten Kastanien und ein zugewandter Service, der auch bei vollem Haus die Herzlichkeit behält.

Auf der Karte stehen einerseits viele traditionelle Klassiker, andererseits aber auch saisonal variierte und etwas einfallsreichere Gerichte. So kann man entweder mit einer natürlichen tiefgründigen Rinderkraftbrühe oder mit einer ebenso natürlichen, stoffigen Spargelcremesuppe starten – beides klare Indizien für das gute handwerkliche Niveau. Oder aber es geht mit einem zart knusprigen Brezenknödel-Carpaccio mit gebratenen Egerlingen und Salatspitzen als pfiffig aufgelockertes Traditionsgericht los.

In die gleiche Kategorie gehörte zuletzt auch der mild in Grappa gebeizte Lachs, dessen geschmeidige Tranchen gemeinsam mit reichlich Saiblingskaviar, saftig-krossen Rösti-Stücken, süßer Senfcreme und einem zarten Salatbouquet präsentiert wurden. Eigentlich recht simpel, aber eben mit Feingefühl handwerklich tadellos umgesetzt. Dieser Stil prägt das gesamte Programm und sorgt auch für repräsentable Hauptgerichte wie den hohen, schön gleichmäßig rosa gebratenen Rostbraten aus aromatischem, gut gereiftem Fleisch, der mit frisch gekrossten Zwiebeln, kleinen zart-knusprigen Kartoffel-Strudelchen und einer kräftigen Jus serviert wurde.

Die gleiche, klassisch gezogene und natürlich aromatische Jus begleitete auch zartrosa Tranchen von der Kalbsleber die – aufgeräumt und reduziert – neben intensivem Kartoffelpüree und fruchtig-süßlichen Rotweinzwiebeln auf den Teller kamen. Zum Abschluss schickt das Team beispielsweise einen mustergültig fluffigen karamellisierten Kaiserschmarrn (dann vielleicht vorher kleine Portionen ordern…), stockt aber auch eine Panna Cotta vorbildlich zu cremiger Leichtigkeit und kombiniert dazu schlicht und gut einfach vollreife marinierte Erdbeeren.

Hinterher lockt die als Blickfang drapierte stattliche Auswahl guter Brände von Lantenhammer bis Ziegler. Ansonsten kommen in die Gläser neben frisch gezapftem Bier offene Weine, vor allem aus der Pfalz, oder eine Bouteille etwas aus der deutlich umfangreicheren Auswahl an Flaschenweinen.



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