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Fotos: Michaelis

Michaelis

im Hotel Michaelis
Paul-Gruner-Str. 44
04107 Leipzig
0341-26780

aktualisiert: 05 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo-Sa ab 18 Uhr, So Ruhetag
Hauptgerichte: 22-35 €,
Menüs: 52-67 €

Das im gleichnamigen Hotel beheimatete Restaurant Michaelis zählt schon seit vielen Jahren zu den festen Größen für gehobenen kulinarischen Genuss in Leipzig. Es mag Restaurants geben, die atmosphärisch auf den ersten Blick atmosphärischer wirken, als das in einem Durchgangsraum zwischen Rezeption und Frühstückstheke gelegene, ansonsten aber geschmackvoll schlicht-elegant eingerichtete Restaurant. Es gibt jedoch fraglos nur wenige Orte in der Stadt, an denen so locker und unverkrampft niveauvolle Küche geboten wird. Wahlweise aus je einer Handvoll an Vorspeisen und Hauptgerichten à la carte, oder in unterschiedlichen kleinen 3-Gang-Menüs.

Beim einstimmenden Gruß aus der Küche eines solchen Menüs zeigte sich das zuletzt zwar erstmal nur bedingt, weil die zierlich angerichtete Kombination aus würziger Pumpernickelcreme mit eingelegter Kumquat, Sesam, Wasabicreme, Limonenkaviar und einem knallgrünen (geschmacklich aber eher unauffälligen) Gel ein bisschen wirr wirkte und hauptsächlich zeigte, dass das Team akkurat arbeiten kann. Schon beim deutlich überzeugenderen ersten Gang war das aber bereits wieder vergessen.

Denn hier stand geschmeidig zart gebeizter „Label Rouge“-Lachs im Mittelpunkt, der neben eingelegter Nashi-Birne (mit etwas spitzer Essigsäure), knackigen Rettichstreifen, sowie einer von kraftvollen Röstnoten geprägten Hummerbisque angerichtet war. Und der auf diese Art und in diesem Zusammenspiel sowohl wohlige Tiefe als auch Klarheit und Frische mitbrachte.

Einen ganz anderen Charakter zeigte die rosa gebratene Lammhüfte nebst gebratener Kerbelwurzel und kräftig gegrillten Kräuterseitlingen, die zusammen mit knackigen Mangoldstielen und einer kraftvollen Jus insgesamt sehr auf die Wirkung von Röstnoten und Umami eingestellt war. Neben dem Mangold hätte die Kombination durchaus noch einen weiteren frischen Kontrast vertragen, machte aber auch in dieser Form einen besonders harmonischen und runden Eindruck. Was auch durch das (etwas weich und mild ausfallende) Graupenrisotto mit Mangold noch unterstützt wurde.

Die gleiche gefällige Harmonie zeigte auch der süße Abschluss, bei dem ein feinsäuerliches Apfelragout mit gezupfter Leipziger Lerche und deren typischem Marzipangeschmack neben ein üppig duftendes Vanilleeis und luftigen Hibiskusschaum gestellt wurde. Mit ein bisschen weniger von dem recht milden und voluminösen Schaum hätte das Dessert noch eleganter und frischer wirken können, überzeugte aber auch in dieser Form auf dem gewohnten Niveau.

Genau wie die zwar nicht überbordende, aber von den wichtigsten Weinspots Sachsens aus qualitätsbewusst in die restliche Weinwelt schauende Weinkarte und das stets sehr charmant und zugewandt agierende Serviceteam.

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