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Die-Räucherei

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Fotos: Plenum am Schlossgarten

Plenum am Schlossgarten

Konrad-Adenauer-Str. 3
70173 Stuttgart
0711-30000016

aktualisiert: 05 / 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Täglich ab 11 Uhr durchgehend, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 18-33 €

Seit 2019 hat das Restaurant Plenum am Stuttgarter Landtag mit Milos Vujicic einen neuen ambitionierten Pächter und seit Herbst 2021 mit Fabian Wolf auch einen neuen ambitionierten Küchenchef. Der absolvierte seine Ausbildung auf Burg Staufeneck und arbeitete während der obligatorischen Wanderjahre auch im Restaurant auf Schloss Filseck, das ebenfalls von Gastronom Milos Vujicic betrieben und in unserem Guide seit Jahren hoch bewertet wird. Im äußerst weitläufigen und mit seiner durchgängigen Glasfront mit Ausblick auf Staatsoper und Neues Schloss maximal lichtdurchfluteten Gastraum des Plenum wird freilich etwas massentauglicher und nicht so aufwendig und detailreich gekocht – ambitioniert und qualitativ überdurchschnittlich ist die Küche aber dennoch.

Die macht den Spagat zwischen bodenständigen Leibspeisen wie Rinderkraftbrühe mit Markklößchen und Maultäschle, Wiener Schnitzel oder Zwiebelrostbraten auf der einen und etwas exklusiveren internationalen Gerichten wie Rindertatar mit Eigelbcreme und Trüffel oder Entenbrust mit Rosenkohl, glasierten Birnen und Petersilienwurzel-Mousseline auf der anderen Seite. Dazwischen Kleinigkeiten wie Salatbowl mit optionalen Toppings, Smash-Double-Cheeseburger mit Süßkartoffelpommes, kälberne Currywurst aus heimischer Produktion oder ein vegetarisches Thaicurry. Man sieht: es ist für jeden Geschmack etwas dabei…

Vermutlich hätte selbst mit der Vorspeise unseres Menüs jeder Mensch etwas anfangen können, der Lachs und Bete mag. Der Fisch jedenfalls war mild gebeizt und in einer dicken Tranche auf ein Carpaccio aus süßsauer eingelegter und mit Senfsaat-Vinaigrette nappierter Bete drapiert. Drumherum eine Schlange aus feinwürziger Schmandcreme mit Kräutern, weitere süßsäuerliche Bete-Stücke sowie Radieschenscheiben und Friséespitzen – alles in allem also eine schön leichte und frische Sache und absolut mehrheitsfähig.

Die krosse Tempurahülle des „Crispy Octopus“ kaschierte ein wenig die uncharmante Tatsache, dass die Außenhaut des großen frittierten Kraken-Tentakels extrem weich und schlonzig war. Ansonsten gab der auf einem Bett aus korianderwürzigen Papayasalat drapierte und von einem Schälchen Sushireis eskortierte Pulpo im Ganzen aber ebenfalls ein sehr stimmiges und schmackhaftes Bild ab. So wie – gänzlich uneingeschränkt – der Hauptgang um zarten, saftigen Rehrücken aus deutscher Jagd, der ganz unaufgeregt und schmucklos mit zart knackigem Rahmwirsing, fluffigen Schupfnudeln aus selbstredend eigener Fabrikation und einer homogenen Wildjus angerichtet war. Kleine Tupfen von Kirschgel spendeten dem Wildbret adäquate Süße, Säure und Frucht, so dass auch hier ein runder, harmonischer Eindruck entstand.

Und der entsteht auch bei Desserts wie Variation von weißer Valrhona-Schokolade mit Mango, Passionsfrucht und Frischkäse oder einer Tartelette von Rhabarber und Zitrone nebst Zitronensorbet und nimmt selbst beim Begleichen der Rechnung nicht ab, denn das Restaurant Plenum bietet ein sehr stimmiges Preis-Genuss-Verhältnis. Das trifft auch auf die gut sortierte Weinauswahl zu, die selbst im glasweisen Ausschank einige gute Tropfen vor allem regionaler Erzeuger zu bieten hat.

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