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Fotos: Johannas

Johannas

im Hotel Neumayr
Heiglhofstr. 18
81377 München (Großhadern)
089-7411440

aktualisiert: 05 / 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo-So von 12-13.30 Uhr u. ab 18 Uhr, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 20-45 €, Menüs: 30-115 €

Das erst im vergangenen Jahr sehr umfassend renovierte Restaurant Johannas im Hotel Neumayr an Münchens ruhigem Stadtrand Großhardern ist so etwas wie ein Unikat in der Münchener Genussszene. Denn nirgendwo sonst gibt es nach unserem Wissen in einem vergleichbar bodenständigen Gastronomiekonzept eine ähnlich ambitionierte Weinkarte mit über 1000 Positionen, darunter über drei Dutzend halbe Flaschen, viel Gereiftes und Spannendes. Damit warten sonst nur die einschlägigen gehobenen Gourmetadressen auf – allerdings nicht zu solch günstigen Kursen wie hier. Dank Coravin gibt’s auch Hochwertiges glasweise!    

Noch dazu bietet das Team um Küchenchef Andi Neumayr hier seit Jahren eine substanzreiche Küche mit Schwerpunkt auf alles, was die regionale Jagd hergibt – und dazu zählen dann auch Rebhuhn, Hase und Fasan in eleganter Zubereitung nach bester klassischer Manier. Aber auch die gern für zwei Personen servierten Meeresfische und größere Cuts von Wild, Lamm oder auch gereiftem Rindfleisch lohnen hier zu einem großen Gewächs jederzeit den Versuch.

Zur Einstimmung gab es bei unserer letzten Visite ein säurefrisches Karotten-/Orangen-Süppchen, das zwar etwas mehr Körper hätte vertragen können, ansonsten aber animierend frisch wirkte und ein schöner Einstieg war. Danach ging es – passend zum Stil der Küche, die sich seit jeher schnörkellos und unverkünstelt gibt – direkt und ohne große Nebenwege ins Menü. Auch hier liegt der Fokus klar auf den kraftvollen Hauptprotagonisten selbst, nicht auf aufwändigem Drumherum.

Dass die Gerichte bei aller Geradlinigkeit dennoch erfreulich individuell daherkommen, belegte zuletzt schon das Ceviche von der Seeforelle: deren feste frischaromatische Tranchen wurden nämlich neben zitrisch exotischer Yuzu-Säure mit nussig-scharfen Senfkörnern und Senfblättern sowie erdig-ätherischer gelber Beete eher unkonventionell, aber gut balanciert begleitet.

Beim folgenden Seeteufel schwächelte zwar ausnahmsweise ausgerechnet das Hauptprodukt mit etwas faseriger Konsistenz und Eiweiß-Austritt ein klein wenig. Ansonsten war dieses Ensemble rund um zarte Fregola Sarda, Cime di Rape für herbe, grüne Frische und einer stoffigen Sauce nebst waldig-duftiger Trüffel geradezu prototypisch für den unaufgeregten schwelgerischen Stil der Küche von Andi Neumayr.

In Bestform gab es diesen Stil dann beim Hauptgang aus rosa gebratener Moorhuhnbrust und krosser Gänseleber (überraschend gut, wenn auch nicht absolut highend…). Diese wurden mit dem kräftigen Aroma ausdrucksstarker Wildpilze, Rotkohl und einem Duo aus voluminöser Wildgeflügel-Jus und robuster heller Schaumsauce mit viel Power und Eleganz präsentiert. Auch handwerklich sehr präzise ausgeführt und von daher locker auf 7-Pfannen-Niveau!

Zum süßen Abschluss locken im modern-ländlichen Ambiente oder auf der Terrasse hinterm Haus zumeist pfiffig interpretierte Klassiker wie eine Orangen-Crème brûlée mit Schokoladeneis oder ein fluffiger Heidelbeer-Schmarrn mit Vanilleeis. Aber auch Solo machen die hausgefertigtem Eis- und Sorbetsorten mit authentischem Geschmack viel Freude – sei es bei Ringlotte (eine Alte Mirabellen-Art), Bergamotte oder einem intensiven Pinienkern-Eis.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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