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Fotos: Quartier77

Quartier77

Am Garnisonsplatz 4
72160 Horb a. N.
07451-6230977

aktualisiert: 04 / 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Di von 11.30.13.30 Uhr, Mi-Fr von 11.30-13.30 Uhr u. ab 17.30 Uhr, Sa-Mo Ruhetag
Hauptgerichte: 18-35 €

Die ehemaligen Kasernengebäude in Horb am Neckar sind zweifelsohne eine besondere Umgebung für ein Restaurant. Das in Anlehnung an die Historie benannte Quartier 77 verbindet die monumentale Architektur der Kaserne mit ihren großen Räumen und massiven Mauern mit einer Art Industrial-Chic inklusive frei liegender Rohre an der Decke und belebt diese durch warmes Licht, Naturholz und fein gedeckte Tische mit einer einladend gemütlichen Atmosphäre.

Außerdem legt sich das Team aber auch in der Küche ordentlich ins Zeug und bietet unkompliziert-bodenständige Kost mit Pfiff und Ambition. Manchmal ganz klassisch und schlicht, manchmal etwas kreativer und gewagter. Dabei stehen die Gerichte auf einer soliden handwerklichen Basis, nur beim Feintuning bräuchte es oft noch ein wenig mehr Fingerspitzengefühl, insbesondere um auch die ausgefalleneren Ideen (vor allem in den Vorspeisen) besser zur Geltung zu bringen.

Als Einstimmung schickte das Team zuletzt einen einzelnen (!) Kräutergnoccho nebst Kürbiscreme und -chip als angenehm buttrig-üppigen, aber zugleich irritierend minimalistischen Happen – deutete damit aber fraglos zumindest seine Affinität zu geradlinigen Wohlfühlgerichten an. Auf aufgelockert frische Art passte dazu auch die Vorspeise rund um sautierte, mit Feldsalat arrangierte Kräuterseitlinge und Champignons, deren Röstnoten von gutem Olivenöl und Parmesan ergänzt wurden. Noch mehr herzwärmenden Wohlfühlcharakter zeigte dann eine Kartoffelcremesuppe mit angenehm samtig-cremiger (nicht leimiger) Konsistenz, ergänzt von einer zarten, schön natürlich wirkenden Trüffelnote. Hier wirkte nur ein bisschen zu viel salzige Konzentration auf Dauer etwas anstrengend.

Beim Rehragout, das in großen zarten Stücken in einer tiefen weinwürzigen Schmorsauce angerichtet wurde, zeigte sich einmal mehr die gute handwerkliche Basis. Die begleitende Preiselbeer-Birne wirkte dagegen – wie meist – auf eher plumpe Art recht süß, während sich die kleinen zarten Kartoffelklöße als Saucentransporteure und aromatischer Puffer bestens einfügten. Wenn das Team an Details wie etwa der Birne noch genauer arbeiten würde, so dass diese eine Fruchtkomponente mit mehr herber Säure und weniger plakativer Süße beisteuert, hätten derartige Gerichte durchaus das Potential für 5 Pfannen. So bleibt das Team auf insgesamt ansprechende, aber eben gröbere Art meist knapp darunter…

So auch bei den Desserts, die beispielsweise eine Crème brûlée mit Mandarinensorbet verbinden oder Spekulatius und Lebkuchen als Parfait und Mousse mit eingelegten Schattenmorellen. Das emsige Serviceteam muss bei den langen Wegen in der ehemaligen Garnison ganz schön flitzen, ist aber stets aufmerksam und präsent, so dass weder die Tische noch die Gläser lang leer bleiben. Für letztere gibt es eine kleinere Auswahl guter Schoppenweine sowie eine ebenfalls nicht überbordende, aber ausreichende Auswahl anspruchsvollerer Flaschen zu fairen Kursen.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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