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Fotos: Pool

Pool

im Naturhotel Tannerhof
Tannerhofstr. 32
83735 Bayrischzell
08023-810

aktualisiert: 05 / 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Do-Sa ab 18 Uhr, So-Mi Ruhetag
Menüs: 65-95 €

Eigentlich ist der Tannerhof gar kein Hof, sondern ein kleines Bergdorf, dass sich am Rande von Bayrischzell an den Berghang schmiegt und dort in liebevoll restaurierten Almhütten und -häusern, die teils noch aus dem Jahr 1905 stammen, einen exklusiven Rückzugsort für Ruhesuchende und Genießer bietet. Luxus entsteht dabei eher durch die Menschen und die Serviceangebote, die neben individuellen Wellness- und Gesundheitsangeboten auch anspruchsvolle Küche einschließt.

Am ambitioniertesten geschieht dies in dem in der Orangerie – vis a vis zum (zu Servicezeiten geschlossenen) Schwimmbad gelegenen – Restaurant „Pool“ mit einem, passend zum Gesamtkonzept des Hauses, vor allem durch bewusste Reduktion auf das Wesentliche und ausgesuchte Bio- und Regionalprodukte ausgerichteten Küchenstil.

Angeboten wird ein täglich (auch thematisch) wechselndes Menü in vier Gängen, die um zwei weitere Teller ergänzt werden können – mal mit Fleisch, mal vegetarisch oder mit einem fixen 5-Gang-Menü am Freitag. Am Samstag ist Fischtag. Und so startete unser letztes Menü nach gutem Brot mit Zitronenbutter dann auch maritim – allerdings auf eine eher unkonventionelle Art und Weise, indem anstelle eines klassischen ersten Gangs drei kleine knuffige Buchweizen-Blini mit Crème fraîche und einer stattlichen Nocke milden, feinkörnigen Kaviars serviert wurden, ergänzt von einem knusperdünnen Luftbrot mit klararomatisch-frischem Fischtatar gefüllt. Funktionierte aber prima und machte Lust auf mehr!

Und das gab es zunächst mit einem konzentriert straffen Mais-Cappuccino mit feinem Trüffelduft, als zwischendrin eingeschobener Beweis dafür, dass die Küche nicht nur „Fingerfood anrichten“, sondern auch richtig gut und substanzstark kochen kann. Ein durchaus wichtiger Fingerzeig, denn beim nächsten Gang verlegte sich das Team erneut eher aufs Arrangieren guter Produkte als aufs ausgefeiltere Kochen und setzte gezupftes Rauchforellenfilet neben cremig gebundene Gurkenwürfelchen, deren grüne Frische von knuspernd trockenem Pumpernickel-Sand und einer feinen Pfeffrigkeit ergänzt wurde. Weil das Forellenfilet mit seinem festen nur mild rauchigen Fleisch ausgesucht gut war, machte aber auch diese schlichte Kombination viel Freude.

Und beim kross-glasig auf der Haut gebratenen Schliersee-Saibling zeigte das Team dann auch sowohl in einem nussigen Urgetreide-Risotto mit dezenter Würze von Bergkäse als auch in der leichten (ein klein wenig flachen) Beurre blanc, wieder deutlich mehr Tiefe und Kochfinesse – rund um ein wiederum hervorragendes Hauptprodukt.

Nach zwei hochwertigen, gekonnt affinierten Käsen nebst Trauben, zurückhaltendem Feigenchutney und Cashewkernen wird auch im süßen Bereich mit natürlich aromatischem Eis und Sorbet, vollreifen Beeren und Früchten und einer ebenfalls bewusst auf überflüssige Spielereien verzichtenden Stilistik das Niveau gehalten. Genauso wie mit dem bemerkenswert natürlich-herzlich auftretenden Serviceteam und den gut auf die Gerichte und Gäste angestimmten Weinempfehlungen.

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