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Fotos: Philipp

Philipp

Hauptstr. 12
97286 Sommerhausen
09333-1406

aktualisiert: 06 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Fr ab 18.30 Uhr, Sa u. So von 12-14 Uhr u. ab 18.30 Uhr, Mo-Do Ruhetag
Menüs: 79-199 €

Wenn es in der Genussregion Weinfranken eine große Konstante unter den Fine Dining Adressen gibt, dann ganz klar das zeitlos-elegant gestaltete Restaurant von Heike und Michael Philipp mitten in der pittoresken Altstadt des Winzerortes Sommerhausen. Hier wird seit vielen Jahren par excellence demonstriert, dass es keineswegs immer „höher, schneller, weiter…“ sein muss, um jedes Mal aufs Neue nicht nur mit hohem Niveau zu überzeugen, sondern auch Lust auf einen baldigen nächsten Besuch zu machen.

Hier stimmt einfach das Gesamtpaket: die Atmosphäre in den schlicht-elegant gehaltenen historischen Räumlichkeiten ist entspannt, nicht zuletzt durch die zuvorkommende und zugleich persönlich-charmante Art der Gastgeberin. Und in der Küche setzt Michael Philipp auf über viele Jahre optimierte Zubereitungen, die aber immer wieder leicht variiert, anders kombiniert, und nicht nur mit viel klarem, intensivem Geschmack, sondern auch fein gesetzten Pointen begeistern.

So gab es beim letzten Besuch beispielsweise zur Einstimmung zart gegarte und markant geflämmte Jakobsmuschel in einem warmwürzigen Togarashi-Fond, den die ebenfalls eher milde Frucht von Melone und die spitzere kühle Frische eines Yuzu-Sorbets kongenial ergänzten – und auf diese gelungene Art schon einen Hinweis darauf gaben, wie genau und feinfühlig der Chef seine Gerichte abzustimmen vermag.

Das zeigten dann auch die geschmeidig zarten Tranchen vom Hamachi, kompakt und flirrend frisch mit intensiven Gurken-Komponenten, Avocadocreme und Wasabieis in einem mit Kräuteröl marmorierten Buttermilchfond angerichtet. Nicht unbedingt eine besonders innovative Kombination, aber in der hier umgesetzten Präzision und Klarheit bis in die kleinsten Details ein eindrucksvoller Start auf sehr hohem Niveau.

Und das wurde dann auch beim im Menü obligatorischen Pastagang locker gehalten: Hier zeigten zarte Agnolotti mit feinwürziger Perlhuhnfüllung unter röstwürziger Butterbröselschmelze nicht nur bestes Handwerk, sondern ergaben gemeinsam mit leicht geräucherten Enokipilzen, frisch gehobelter schwarzer Trüffel und einer schaumig-dichten und zugleich lebendig frisch wirkenden Vin-Jaune-Sauce einen wunderbar schwelgerischen und zugleich dynamisch differenzierten Teller.

Souverän und geschmacksstark überzeugte auch diesmal der Hauptgang mit einem am Knochen saftstrotzend und feinwürzig gebratenen Rücken vom Salzwiesenlamm, der durch die fein abgestuften Bitternoten von gebratenen Puntarelle-Spitzen und Artischocken als Creme und Stücke, sowie einer frisch mit Rosmarin und Knoblauch finalisierten Lammjus ergänzt wurde. Ganz typisch für die Küche von Michael Philipp war auch das in keiner Hinsicht spektakulär oder neuartig, aber eben einfach in jedem Detail beeindruckend sorgfältig und exakt zugespitzt umgesetzt.

Diese Kompetenz spielte der Chef dann auch beim Dessert aus, in dem zartrosa Rhabarber mit seiner feinen natürlichen Säure zusammen mit karamelliger Dulcey-Schokolade, leicht salzigem Sablé und einem vanilleduftigen Rhabarberfond kombiniert wurde – und einen wunderbar frühlingshaften Abschluss schaffte. Und damit konnte das Team hier ein weiteres Mal unter Beweis stellen, dass es zwar sicherlich nicht zu den innovativsten, vielleicht auch nicht zu den allerstärksten Restaurants in der 8-Pfannen-Liga gehört, aber die hohe Bewertung auch weiterhin vollkommen verdient trägt.

Dass ein Besuch außerdem dank der Expertise von Heike Philipp und den über die Jahre aufgebauten Beziehungen zu vielen Winzern auch hohes Niveau und spannende Entdeckungen in den Gläsern verspricht, braucht eigentlich kaum mehr gesondert erwähnt zu werden. Es trägt aber ganz wesentlich mit zum langanhaltenden Erfolg und zum positiven Gesamtbild dieses sympathischen Hauses bei.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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