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Fotos: PASTIS Bistro

PASTIS Bistro

im LA MAISON hotel
Prälat-Subtil-Ring 22
66740 Saarlouis
06831-89440600

aktualisiert: 07 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Di-Sa von 12-14 Uhr, Mo u. So Ruhetag
Hauptgerichte: 15-50 €

Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich das Designhotel La Maison in Saarlouis überregional einen Namen gemacht hat. Und das nicht nur wegen des besonderen Komforts und des einzigartigen Charmes des geschichtsträchtigen Ortes, in dem früher ein Verwaltungsgericht beheimatet war, sondern ganz besonders auch durch dessen kulinarisches Angebot. Das Aushängeschild ist zwar das exklusive Gourmetrestaurant „Louis“, aber auch das „Pastis Bistro“ trägt als zugängliches Zweitrestaurant mit authentischem französischem Bistro-Flair und „Savoir vivre“ ganz entscheidend dazu bei, dass viele Besucher immer wieder (oder zum ersten Mal) den Weg ins La Maison finden.

Möglich ist das für externe Besucher zwar nur am Mittag, denn der Abendservice ist den Hausgästen vorbehalten, aber das macht das Angebot nicht weniger attraktiv. Nicht nur, weil lohnende Mittagsziele für Genießer im Allgemeinen ohnehin immer seltener werden, oder weil an sonnigen Sommertagen auch noch die rückseitig gelegene lauschige Terrasse lockt, sondern ganz besonders deshalb, weil die das Team unter der Leitung von Taoufik Bakrine auf sympathisch entspannte Art eine breit gestreute Palette ganz unterschiedlicher, allesamt überdurchschnittlicher Gerichte bietet.

Wer es ganz schlicht, bodenständig und unkompliziert mag, findet beispielsweise Klassiker wie ofenfrischen Flammkuchen oder den pfiffig arrangierten Burger im „Wasabi Style“ mit Brioche-Bun und den gleichen ausgezeichneten Pommes Frites, die auch ein am Knochen gereiftes Entrecôte mit Café-de-Paris-Butter und frischen Zupfsalaten begleiten. Daneben finden sich, ganz ungezwungen gleichberechtigt, aber auch deutlich anspruchsvollere Gerichte unter den Offerten der Speisekarte.

So wie die roh marinierte Dorade mit Limetten-Mango-Vinaigrette, Fenchel, grünem Spargel und Crème fraîche oder das knusprig auf der Haut gebratene Filet vom Atlantischen Wolfsbarsch auf Krustentierjus mit geschmortem Fenchel, Artischockencreme, Tomatenmarmelade, Fenchelsalat in Zitronen-Kapern-Vinaigrette, das von knusprigen Polenta-Sticks begleitet wird.

Entsprechend unterschiedlich fällt auch das Niveau der einzelnen Gerichte aus. Frisch, natürlich und handwerklich souverän sind alle Zubereitungen. Einige auf bodenständig-schlichte Art, und andere eben mit dem gewissen Mehr an Finesse und pfiffigen Details, was dann durchaus auch mal in Richtung von 6 Pfannen gehen kann.

Das wöchentlich wechselnde „Menu de la semaine“ in drei Gängen gehört eher zur ersten Kategorie und wird generell eher schnörkellos und risikoarm gehalten, dafür aber einladend fair kalkuliert. Die Substanz der Küche zeigt sich jedoch auch hier, auch wenn bei unserem letzten Besuch bei der Vorspeise aus Räucherlachs neben Kartoffelrösti, Crème-Fraîche-Tupfen und einem kleinen kräuterduftigen Salatbouqet mit etwas mehr Detailgenauigkeit noch mehr möglich gewesen wäre: etwa mit mehr Temperatur beim nur lauwarmen Rösti oder einer markanteren Meerrettichwürze in der arg milden Creme.

Ähnlich bodenständig-brav kam auch das eher rustikal gebratene, aber dennoch erfreulich saftige Schweinefilet im Hauptgang auf den Teller, ganz klassisch ergänzt von Speckbohnen und knusprig-zarten hausgemachten Herzoginkartoffeln sowie einer bemerkenswert guten, mit Cognac veredelten Pfefferrahmsauce, an der sich das Können des Teams am deutlichsten zeigte. Das Sößchen hatte Substanz und Tiefe, war aber nicht plump und dicht, sondern nuanciert und transparent.

Einen Kreativpreis verdiente dann auch das Dessert nicht, konnte aber in seiner souveränen Umsetzung der Kombination von fruchtig frischem Pfirsichsorbet neben lauwarmem dunklem Schokoladenfondant und Karamellsauce ebenfalls überzeugen. Mit diesem aktuellen Eindruck wurde unsere bisherige Bewertung, die einen Mittelwert des breiten gebotenen Spektrums repräsentiert, zwar nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Zugleich zeigte sich aber durchaus, dass die Küche insbesondere bei den von vornherein bodenständig-schlicht angelegten Gerichten noch mehr auf Details achten könnte, um die Bewertung auch weiterhin zu halten.

Wir freuen uns jedenfalls schon auf den nächsten Besuch, dann hoffentlich wieder mit etwas mehr Esprit und Präzision – und am liebsten im Sommer in heiterer Atmosphäre auf der Terrasse, mit einem Gläschen Cremant zu Beginn…

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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