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Fotos: PASTIS Bistro

PASTIS Bistro

im LA MAISON hotel
Prälat-Subtil-Ring 22
66740 Saarlouis
06831-89440600

aktualisiert: 02 / 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Di-Sa von 12-14 Uhr, Mo u. So Ruhetag
Hauptgerichte: 15-50 €

Wie der Name schon erahnen lässt, steht im Pastis Bistro des La Maison Hotels in Saarouis alles im Zeichen klassisch französischer Lebensart, wie sie charmanter auch in Paris kaum vorstellbar wäre. Sowohl im ersten Gastraum mit den zahlreichen glänzenden Kupfertöpfen als augenfällige Dekorationsobjekte als auch im modernen, wohnlich wirkenden Wintergarten-Anbau mit Blick in den parkähnlichen Garten herrscht eine ungezwungen heitere Genussatmosphäre. Geschäftsleute sitzen hier neben Familien, der eine snackt nur eine Kleinigkeit, der andere genießt ausgiebig mehrere Gänge. Und so heterogen wie das Publikum, so breit aufgestellt ist auch die Speisekarte.

Das Angebot reicht von der Fischsuppe „Pastis“, die ähnlich wie eine klassische Bouillabaisse zubereitet und serviert wird, über klassischen Flammkuchen „alsacienne“ oder Caesars Salad bis zu Hummer-Bisque und am Knochen gereiftes Entrecôte, das mit Frites und Salat an reichlich Cognac-Pfefferrahmsauce gereicht wird. Daneben gibt’s aber immer auch etwas ambitioniertere, beziehungsweise weniger traditionelle Tagesgerichte, die dann auch in einem viergängigen Menü zusammengefasst sind. Seit der Eröffnung vor mittlerweile gut zehn Jahren ein attraktives Konzept, das sich über die Jahre nur in der Ausführung immer ein klein wenig heterogen, aber grundsätzlich auf verlässlich hohem Niveau zwischen 5 und 6 Pfannen präsentiert hat.

Unsere jüngste Stippvisite begann äußerst erfreulich, nicht nur mit überdurchschnittlichem hellem und dunklem Baguette nebst gesalzener französischer Butter und Schmalz, sondern auch mit einer Vorspeise, die man ganz locker mit 6 Pfannen hätte bewerten können. Es drehte sich um aromatisch ausdrucksstarke und von der festcremigen Masse bis zur hauchdünnen Karamellschicht handwerklich perfekt zubereitete Crème brûlée von der ungestopften Entenleber. Mit einer Nocke aus herbem Orangenconfit getoppt, einem sehr gut dazu passenden Bittersalat aus Radicchio und Frisée mit gerösteten Haselnusskernen zur Seite, sowie einer getoasteten Scheibe ebenfalls tadelloser, fluffiger Brioche, war das ein äußerst ansprechender klassischer Auftakt.

Man hätte das Mahl auch mit einem traditionellen Rindertatar beginnen können, das von „Melange Noire“ eine markant pfeffrige Note erhält und mit Walnuss, Gewürzkirschen und Röstbrot zum Besten gegeben wird. Oder ganz fleischlos mit einer geschmorten Roscoff-Zwiebel in einem mit Thymian und Riesling verfeinerten Zwiebelsud, begleitet von Comté-Toast. Auch für Fisch hat das Team ein Händchen, wie der à la Saltimbocca mit luftgetrocknetem Schinken und Salbeiblättern eingewickelte und damit gebratene Seeteufel auf einer Art Cassoulet mit weißen Bohnenkernen und Keniabohnen in dezent mit Safran aromatisierter cremiger Kürbissauce zeigte. Von der in der Karte ebenfalls dazu annoncierten Sauce Vierge war leider nichts zu sehen und zu schmecken, was in dem Fall etwas schade war, weil genau solch ein fruchtig-säuerlicher Akzent das sehr solide, aber geschmacklich eher einförmige Gericht zu mehr Raffinement hätte verhelfen können.

Diese gewisse bodenständige Raffinesse hatte der Hauptgang zu bieten, der sich um ganz klassisch geschmorte Keule vom Damhirsch drehte. Eine schön dicke, zarte Scheibe des Bratens lag da mit einer Scheibe knusprig gebratener Blutwurst getoppt und von kleinen knuffigen Grießknödelchen flankiert auf dem Teller – eine mit Preiselbeere aromatisierte schmorwürzige Wildsauce und Stücke eingelegter Birne machten das Geschmacksbild rund und tief. Gratinierter Chicorée in einer Cocotte à part war dem Wildbret ein untypischer Begleiter, passte mit seinen Bitteraromen aber trotzdem gut in Bild.

Als Dessert bekamen wir es mit einem weiteren Hausklassiker zu tun, der Interpretation einer „Pavlova“, für die vier gut zueinander in Proportion gestellte Komponenten geschmeidig ineinandergriffen: Quittenkompott, Buttermilchmousse, Zitronensorbet aus Yuzu und dünne, zartkrosse Plättchen aus Vanillebaiser. Das war vollmundig und erfrischend, knusprig und cremig, von allem nicht zu viel und nicht zu wenig…

Und weil der aufmerksame Service und die kleine, aber klug strukturierte Getränkekarte ebenfalls einen entspannten wie genussvollen Besuch garantieren, bleibt es bei einer klaren Empfehlung und der aktuellen Bewertung.

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