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Gusto-Koch des Jahres 2015 bald mit eigenem Restaurant

Thomas Macyszyn (Foto), den wir erst 2015 in seiner einstigen Wirkungsstätte, dem Navette in Rüsselsheim, zu unserem Koch des Jahres ausgezeichnet hatten, eröffnet Ende September ein eigenes Restaurant Boathouse in Hamburg. Direkt am Isekai im Stadtteil Eppendorf wird er ab 29.09. in entspannter Atmosphäre gehobene Fisch- und Seafood-Küche anbieten.

„Ich möchte eine neue Form der Spitzengastronomie zeigen und meine Gäste mit hervorragender Produktqualität und einem innovativen Speisenaufbau begeistern“, erklärt Thomas Macyszyn. „Das Arrangement der Gerichte soll zum Teilen und zum gegenseitigen Austausch über die geschmackliche Qualität animieren. Mein Konzept verbindet das Know-how der Sternegastronomie mit einer relaxten und kommunikativen Atmosphäre.“

Thomas Macyszyn ist ein klassischer Quereinsteiger. Er studierte zunächst zwei Jahre lang Medizin, bevor er sein Talent in der Küche entdeckte. Nach Beendigung seiner Lehre im Le Jardin de France in Baden-Baden stieg er mit Mitte 20 zum Küchenchef im Restaurant La Provence in Baden-Baden auf. Im Juli 2008 kam er als Sous-Chef in das Columbia Hotel Rüsselsheim und übernahm bereits im September 2008 als Chef de Cuisine die Verantwortung für das Gourmetrestaurant Navette, die Brasserie X.O., die Bar Seven C’s und das Bankett- und Veranstaltungsgeschäft. Im November 2011 wurde er für seine Arbeit im Navette auf Anhieb mit 8 Gusto-Pfannen ausgezeichnet.

Im November 2015 folgte dann die Auszeichnung zum Koch des Jahres. In der Begründung hieß es damals: "Kreative junge Köche, die aufwendig und akkurat arbeiten und damit die hochdekorierten Altmeister, zumindest von der handwerklich-technischen Performance her, oftmals alt ausschauen lassen, gibt es ja mittlerweile nicht wenige. Allerdings vergessen viele von ihnen vor lauter innovativem Kreieren ein wenig das Kochen. Und den guten Geschmack. Anders Thomas Macyszyn, unser diesjähriger Koch des Jahres: Ihm gelingt mit fast traumwandlerischer Sicherheit und beeindruckender Regelmäßigkeit das große Kunststück, höchst anspruchsvolle, feingliedrige kulinarische Inszenierung und beglückende Unkompliziertheit auf einem Teller zusammenzubringen. Seine geschmackssatten Gerichte bieten Tiefe, Komplexität und Süffigkeit in Form aromatisch fein ausdifferenzierter, klar strukturierter und meist sogar überraschend neuartiger Geschmacksbilder. Eingängige Gerichte zum Tellerabschlecken, denen es weder an Originalität und Spannung, noch an Eleganz und Nuancierung fehlt."

Leider hat die Columbia-Hotelgruppe schon wenige Monate später die Katze aus dem Sack gelassen und verkündet, dass sie das Gourmetrestaurant demnächst schließen werde. Das Aus für weitere hochdekorierte Gourmetrestaurants in anderen Columbia-Häusern folgten. Nach einer kleinen Auszeit in der Gastronomie will Thomas Macyszyn jetzt als Koch und Unternehmer wieder voll durchstarten. Man darf sehr gespannt sein, ob er im "Boathouse Hamburg" an die zuletzt im Navette erreichte Küchenleistung anknüpfen kann. Sollte dies auch nur annähernd gelingen, wäre der Hansestadt eine weitere sehr gute Adresse mit spannender kreativer Küche auf sehr hohem Niveau sicher.

Boathouse Hamburg

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