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Fotos: MULBERRY ST Casual Food

MULBERRY ST Casual Food

im THE LIBERTY Hotel Bremerhaven
Columbusstr. 67
27568 Bremerhaven
0471-902240

aktualisiert: 04 / 2024
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mo-Sa ab 18 Uhr, So Ruhetag
Hauptgerichte: 28-37 €,
Menüs: 65 €

Dass in Bremerhavens sprichwörtlichem ersten Haus am Platz, dem Hotel The Liberty, das passenderweise im Neuen Hafen und somit in der Nähe der Touristenattraktionen der Stadt liegt, nicht nur in der Fine Dining Abteilung, sondern auch im kulinarisch bodenständiger ausgerichteten Hotelrestaurant gut gekocht wird, versteht sich fast von selbst – ist aber trotzdem nicht selbstverständlich. Im Mulberry St Casual Food, das sich (genau wie das Fine-Dining-Konzept) die Räumlichkeiten mit dem Frühstücksservice teilt und federführend von Küchenchef Phillp Probst bekocht wird, gibt es allabendlich ein Auswahlmenü mit drei Vorspeisen, drei Hauptgerichten sowie Dessert und Käse, aus denen man a la carte wählen oder sich selbst ein kleines Menü zusammenstellen kann.

Und weil der Chef und sein Team wissen, wie es geht, gelingt es ihnen auch mit vergleichsweise weniger hohem Aufwand und etwas weniger exklusiven Produkten, schmackhafte Gerichte auf überdurchschnittlichem Niveau mit einer gewissen Raffinesse auf die Teller zu bringen. Das merkte man schon bei der Kleinigkeit aus rahmig und pikant abgeschmecktem Krabbensalat mit Mais und scharf angeröstetem wildem Brokkoli vorneweg, weil hier Schärfe, Süße und Würze und auch die Konsistenzen der Produkte sehr gut zusammenspielten.

Das Tatar von mild geräuchertem und roh mariniertem Lachs mit marinierten Gurken und Äpfeln sowie verschiedenen Kräuter- und Salatspitzen, die auf Apfel-Gurken-Coulis und einer erfrischenden transparenten Vinaigrette platziert waren, präsentierte sich ebenfalls als attraktive, leichte, frische Vorspeise, bei der sich von schmelzigen bis knackigen Texturen und von herzhaften und herben bis säuerlichen und fruchtig-süßen Aromen alles in harmonischem Einklang gebracht war. In dem Fall kein Hexenwerk, aber trotzdem nicht alltäglich.

Auch so etwas wie die sauber durchpassierte Kürbissuppe mit seidiger Konsistenz und vollem unverfälschtem Geschmack bekommen längst nicht alle Köche so hin. Probst und sein Team servieren sie mit einer Einlage aus sautierten Kürbiswürfeln und Nordseekrabben sowie ein paar Kürbiskernen und Kernöl. Und mehr braucht es da dann auch nicht, wenn so wie hier schon die Basis stimmt.

Und die passte zweifelsohne auch bei der rösch auf der Hautseite angebratenen Brust vom Kikok-Huhn, die mit unaufdringlich getrüffeltem Kartoffelgratin, geschmorter Pastinake und grünen Bohnen sowie recht kräftiger (aber nicht zu intensiver) reduzierter Jus auf Geflügelbasis als Hauptgang serviert wurde. Ein qualitativ und handwerklich rundum solides Gericht mit natürlichen Aromen. Wer sein Menü lieber mit Fisch krönt, hätte zum Zeitpunkt unseres Besuchs ein Fjordforellenfilet mit Blumenkohl, Möhre und gebackenen Drillingskartoffeln ordern können und für Vegetarier gab’s hausgemachte Tagliatelle mit Trüffel, confiertem Eigelb, Spinat und Parmesan.

Das als Schichttörtchen dargebotene „Delice von Karamell“-Dessert mit schmelzigem Vanilleeis, geschmorter Ananas, Blaubeeren und Crumbles machte dann zum Ende hin ebenfalls nochmal deutlich, wie viel Augenmerk im The Liberty auch auf der Küche für jeden Tag liegt.

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