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Fotos: Landwerk

Landwerk

im Hotel Landwerk
Estherstr. 1
66798 Wallerfangen
06831-62622

aktualisiert: 07 / 2022
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mi ab 18.30 Uhr, Do u. Fr von 12-14 Uhr u. ab 18.30 Uhr, Sa ab 18.30 Uhr, So von 12-14 Uhr Mo u. Di Ruhetag
Menüs: 89-169 €

Einst Teil des Keramikwerks von Villeroy & Boch, heute modernes Hotel und ambitioniertes Restaurant: Das Landwerk in Wallerfangen bietet in seinen in schlichter Eleganz gestalteten Räumlichkeiten oder im Sommer auf der begrünten Terrasse anspruchsvolle und passend zum Ambiente ebenfalls eher puristisch-reduzierte Gourmetküche. Verantwortlich dafür ist schon seit einigen Jahren Küchenchef Marc Pink, dessen klar konturierten Gerichten man die Zeit bei Klaus Erfort durchaus ansieht – was in diesem Fall durchweg positiv gemeint ist und nichts an der Eigenständigkeit der Gerichte ändert, die das Team hier auf die Teller bringt.

Denn an guten Ideen mangelt es nicht, das zeigten zuletzt bereits zur Einstimmung vor allem der mit Essig und Öl knackig leicht gehaltene „Waldorfsalat“ unter einer vibrierend frischen Espuma aus Grüne-Sauce-Kräutern und eine knusprige Tartelette mit Grünem Apfel und einer spannenden Kombination aus Frucht, frischer Säure und markanter Schärfe.

Von viel Frische war auch das Amuse-Bouche geprägt, das Thunfischtatar in größeren reintönigen Würfeln und angebratenen Scheiben mit einem leicht gebundenen Sud von Gurke und Wasabi, Crème fraîche und Wasabicreme verband. Eine unaufgeregte und wohlgelungene Kombination, bei der nur die sanft, aber dafür ziemlich weit gebratenen Thunfischscheiben ein wenig plumper wirkten, als dies im Idealfall möglich gewesen wäre. Da hätten deutlichere Röstnoten und dafür ein weniger stark durchgegarter Rand einen noch exakteren und eleganteren Eindruck gemacht.

Überraschend kräftig, beinahe deftig wurde dann im ersten offiziellen Gang ein Salat vom Taschenkrebs präsentiert. Dessen pikante, entfernt an Sardelle erinnernde Würze wurde durch Grapefruit-Elemente und Haselnuss mit markanten Kontrasten begleitet, die in ihrer intensiven Ausarbeitung letztlich das Gericht sogar stärker prägten als der eigentliche Geschmack des Taschenkrebses.

Von Haus aus eher einen rustikalen Charakter brachte die kross auf der Haut gebratene und mit Chorizo-Crumble bestreute Makrele mit – und wurde mit Paprika als Ragout und rotfruchtige Sphäre sowie gebratener und zur Creme verarbeiteter Artischocke auf Gemüseseite passend aromenstark ergänzt. So entstand ein zupackender mediterraner Sommergang, der nur durch das kompakte Anrichten vieler cremiger Komponenten in einem tiefen Teller einen minimal behäbigen Anstrich bekam.

Der bis dahin stärkste, weil besonders aufgeräumt klare Eindruck folgte mit den kurz kolorierten Wagyu-Tranchen, die mit ihrem satten Geschmack und zartem Schmelz die kräftig konzentrierte Jus gar nicht unbedingt gebraucht hätten, welche das Premiumfleisch neben einem dunkelwürzigen Auberginenconfit mit feinen Bitternoten, hellerer Auberginencreme und einer saftig-knusprigen Kartoffelspirale mit glasierten Perlwiebeln begleitete. Aber auch mit dem Zusammenwirken der Jus war das ein rundum gelungener Hauptgang mit einem tollen Produkt im Zentrum des Geschehens.

Beim Dessert gab es mit der markanten Optik einer gefrorenen Vanilleschmand-Kugel, die beim Angießen mit einem heißen Aprikosenfond ein raffiniert aufgebautes Innenleben aus saftigem Biskuit, Buttercrumble und Aprikosensorbet freigab, zunächst sehr viel fürs Auge. Aber auch geschmacklich wurde mit dem gewinnbringenden Zutun konzentrierter eingelegter Aprikosenspalten gekonnt die Balance zwischen süßem Schmelz und fruchtiger Frische getroffen. Super!

Abgerundet wird ein Besuch auf jeweils ebenfalls hohem Niveau von einem ungezwungen-aufmerksamen Serviceteam und einer beeindruckenden Weinkarte, mit der von spannenden Einstiegsweinen bis zu großen Namen und Preisen für jeden Anlass etwas geboten wird. Und auch glasweise wird im Landwerk ein recht hohes Niveau geboten.

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