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| Do-So von 13-16 Uhr u. ab 17.30 Uhr, kein Ruhetag |
| Hauptgerichte: 18-42 € |
Das modern, sehr atmosphärisch und komfortabel in nordisch-maritimem Flair gestaltete Lighthouse-Hotel im Museumshafen von Büsum bietet seinen Gästen ein breites Portfolio an ambitionierter Küche, das vom Fine Dining bis zur alltagstauglichen Gastronomie auf überdurchschnittlichem Niveau reicht. Letztere wird in weitläufigen Gasträumen mit nahezu unverstelltem Blick aufs offene Meer im Restaurant Landgang geboten, wo man direkt an der Promenade sitzt, im Sommer auch auf der Terrasse. Und dort eben nicht nur kühle Drinks und schöne Sonnenuntergänge erleben kann, sondern auch an sieben Tagen in der Woche mittags und abends engagiert bekocht wird.
Das Team um Küchenchef Konstantin Kniese setzt hier selbstredend auf ein stilistisch breit gefächertes Portfolio, mit dem zu jeder Zeit eine heterogene Gästeklientel mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen glücklich gemacht werden kann. Das fängt dann auf der Mittagskarte mit unkomplizierten Kleinigkeiten wie einem Caesars Salad, einer Rinderkraftblühe mit Flädle und Schnittlauch, Pasta Bolognese oder einem Cheeseburger an und hört auf der Abendkarte mit auf der Haut gebratenem Kabeljau nebst Babyspinat, Petersilienkartoffeln und Rieslingschaum auf. Schon die Tatsache, dass beispielsweise der Cheeseburger mit Rindfleisch aus eigener Haltung (James Farm) zubereitet ist, oder die Currywurst aus Schweinefleisch, das ebenfalls von der eigenen Farm stammt, genau wie viele andere Produkte, ist bemerkenswert. Es wird aber auch engagiert gekocht.
Das Kulinarium lebt natürlich von guten Produkten, die im Prinzip gar nicht so viel kochtechnisches Zutun und schon gar keine besondere Kreativität verlangen. Die mit Limette und Brot servierten Jahrgangssardinen etwa, der „Charcuterie-Teller“ mit Lachsschinken, Bierbeissern und verschiedenen Speck-Varietäten oder unterschiedlichen Käsesorten, alles auch aus James Farm, die gebratenen Riesengarnelen mit Zitronen-Aioli, oder auch die Räucherfisch-Platte. Dass ausgerechnet bei letzterer, von der man sich so nah an Meer und Hafen etwas Exzeptionelles verspricht, Lachs und Makrele, die hier mit eingelegten Gemüsen wie roten Zwiebeln, Gurken oder Radieschen auf einem Holzbrett kredenzt wurden, sehr salzig und trocken waren, also entsprechend rustikal wirkten, war etwas schade. Da hätte man sich den Fisch deutlich dezenter gebeizt und geräuchert gewünscht, mit „roherem“ Charakter und klarerem Geschmack, so dass er seine grundsätzlich sehr gute Qualität auch gut hätte ausspielen können.
Denn dass das Team normalerweise schon auch den Blick auf die Details richtet und Produkte in ansprechender Zubereitung präsentiert, konnte man beispielhaft beim sehr sorgfältig auf der Haut kross gebratenen norwegischen Lachs mit saftigem Fleisch schmecken, der mit knackigen und cremigen Erbsen, gebratenem weißem und grünem Spargel sowie nach unserem Gusto verzichtbaren getrockneten Tomaten aufgeboten war. Dass man sich hier auch auf konsistente, ausgewogene Saucen versteht, zeigte die unaufdringliche, schaumig aufgemixte Bärlauchvelouté, die das alles gut miteinander verbunden hat – auch die à part im Schälchen dazu servierten, schön rösch angebratenen Drillinge.
Und wer trotz relativ großer Portionen noch Lust auf einen Nachtisch hat, bekommt so Attraktives wie die fluffig-cremigen Topfenknödel mit schön laktisch-säuerlichem Sauerrahmeis geboten, die zum Zeitpunkt unseres Besuchs saisonal stimmig mit Rhabarberragout sowie verschiedenen roten Beeren wie Erdbeeren und Johannisbeeren kombiniert waren. Das alles gibt es freundlich und aufmerksam aufgetischt und zu vergleichsweise moderaten Preisen.
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