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Die-Räucherei

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Fotos: Gasthof Krone

Gasthof Krone

Nürtinger Str. 14
71111 Waldenbuch
07157-408849

aktualisiert: 12 / 2021
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mi-Fr u. So von 12-14 Uhr u. ab 18 Uhr, Sa ab 18 Uhr, Mo u. Di Ruhetag
Hauptgerichte: 28-40 €, Menüs: 61-99 €

Die Geschichte der Krone, die sich ganz bürgernah immer noch Gasthof nennt, reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Mit Matthias Gugeler als Gastgeber wurde 2008 ein neues Kapitel aufgeschlagen – und ein neues Niveau erreicht, das auch der junge Küchenchef Erik Metzger mit fortschreitender Ausgereiftheit hält. Basis in seiner Kulinarik ist weiterhin die französische Klassik, die aber beim einen oder anderen Gericht mit internationaler Moderne erweitert wird. Dies bei allen Freiheiten für den Gast, der die Wahl zwischen dem „Grand Menu“ und einer vegetarischen Speisefolge hat, aber auch einfach nur beliebig Gerichte à la carte bestellen kann.

Bei unserem jüngsten Besuch wurde vorneweg angedeutet, was sich später in den einzelnen Gerichten fortsetzte: nämlich dass die Küche sowohl mit leichten, frischen Momenten, als auch mit etwas schwereren, herzhaften Aromen schöne Akzente setzen kann. Zum getrüffelten Kohlrabischaumsüppchen etwa gab es ein Lachstatar mit Gurke sowie eine kleine Scheibe Roastbeef mit Creme und Kapern. Als vegetarische Alternativen konnten ein knusprig-warmes Falafel-Bällchen nebst Karottenzylinder und Kürbis-Relish überzeugen. Überhaupt die vegetarischen Gerichte: Die sind in der Krone so elegant austariert, dass man eigentlich nie das Gefühl hat, es würde etwas fehlen.

So etwa bei den Tomatenvariationen in roten, gelben, grünen Stücken, teils mit feiner Säure versehen, dazu als Varianten in Gestalt von Mousse, Schaum und Gel nebst Pesto mit intensiver Basilikumnote, aufgefangen von einer Focaccia. Asiatisch aufgetrumpft wurde mit Balfego-Thunfisch, einem sattroten Tatar erster Güte. Auch hier gab es kräftige Akzente mit Koriander in einem Apfelsorbet, Wasabi und Ingwer als rosa Geleekugel, dazu ein kleines Relish sowie eingelegte Gurkenscheiben und -stückchen. Schwarzer Sesam setzte hier kleine Spitzen, eine weiße Mousse und Ayran-Joghurt-Schaum rundeten diese mit ihrer Frische inspirierende Vorspeise ab.

Die Hauptgerichte wiederum umarmten einen mit herzhafter Aromentiefe. Im vegetarischen war dies vor allem der Trüffeldichte zu verdanken, mit großzügig gehobelten schwarzen Scheiben und Trüffeljus nebst erdigem Schalottenschaum. Zuunterst lag ein Ring aus Risonirisotto, bedeckt von gebratenen Pilzen und einem Wachtelspiegelei. Geschmorte Stücke von der Petersilenwurzel und auch eine grüne Creme steuerten einen herb-süßen Touch dazu, ergänzt durch nussige Aromen von Pinienkernen.

In sich sehr stimmig war auch das Fleischgericht mit zartrosa-saftigem Filet und dunkel-mürbe geschmorter Backe vom Kalb. Hier erwiesen sich fluffige Kartoffel-/Thymian-Schnitten, die auch ohne die noch leicht transparente Jus ein Genuss waren, als sehr gute Begleiter. Fein geraspelter Chinakohl mit Pommery-Senf konnte sich mit milder Schärfe behaupten, ohne das Gesamtbild zu stören, ebenso wie ein Selleriepüree und Birne als angeschmorte Scheiben und Moussetupfen. Das Einzige, das man bei all diesen stimmigen Komponenten auf den Tellern sanft kritisch anmerken könnte, ist die Tatsache, dass sie recht kompakt angerichtet sind und man sich zu so einzelnen Bestandteilen quasi „vorarbeiten“ muss.

Klarer erkennbar waren die Player des Desserts mit einer Interpretation von Piña Colada, die aber mit ihrem Kokossorbet, geschmorten Ananasstückchen, einer mit Rum abgeschmeckten Vanillecreme und einer gefüllten weißen Schokoladenkugel auch etwas übersichtlicher war. Dazu serviert Matthias Gugeler sowohl hochwertige heimische Gewächse als auch französische Schätze wie zuletzt einen Pomerol zum Fleischgericht. Das Gediegene, aber keinesfalls Steife des historischen Ambientes tut ein Übriges dazu, dass man sich einfach wohl fühlt und schon an den nächsten Besuch denkt. Dem kommt auch das gute Preis-Leistungs-Verhältnis im Gasthof entgegen. 

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