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Die-Räucherei

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Fotos: Johanniter-Kreuz

Johanniter-Kreuz

im Romantik Hotel Johanniter-Kreuz
Johanniterweg 11
88662 Überlingen (Andelshofen)
07551-937060

aktualisiert: 11 / 2020
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Di ab 18 Uhr, Mi-So von 12-14 Uhr u. ab 18 Uhr, Mo Ruhetag
Hauptgerichte: 25-32 €, Menüs: 36-72 €

Im Johanniter-Kreuz geht gepflegte Hotellerie mit gehobener Gastronomie Hand in Hand. Der Weiler Andelshofen, wo das Traditionshaus steht, ist Teil der nahegelegenen Stadt Überlingen, hat aber den dörflichen Charakter wahren können. Das wird einem vor allem auf der großzügigen Terrasse inmitten von Baumgrün bewusst. Der Hauptraum des Altbauteils punktet mit Retro-Charme, der sich besonders in den erhaltenen Trägerbalken ausdrückt.

Feinschmecker werden hier bestimmt Andreas Liebichs Gourmet-Menü wählen. Neben ofenwarmem Brot, das von Butter, Griebenschmalz, griechischem Olivenöl begleitet wird, gab es bei unserem letzten Testbesuch ein kleines und sehr konzentriertes Gazpacho-Süppchen mit altem Balsamico und zwei Löffel-Häppchen, unter denen uns insbesondere der delikate Matjes vom Bodenseefelchen in positiver Erinnerung geblieben ist.

Viel Gestaltungswillen zeigt sodann die lauwarme Gelbschwanz-Makrele auf Schnittlauchcreme mit Meerrettich und etwas Tomaten-Concassé. Geschmacklich setzen ein paar Tupfer Sojacreme einen kräftigen Akzent; ansonsten dominiert hier die eingelegte Nori-Alge mit ihrer krausen Gestalt und charakteristischen Textur am Gaumen. Es folgt eine tadellose gebratene Entenleber mit aromenkräftigen Balsamico-Kirschen und kompakter Pastinaken-Creme.

Das anschließende Hummersoufflé ist zwar ein Klassiker, doch wird uns beim Essen bewusst, wie lange wir dieses Gericht nicht mehr auf einer Karte gesehen haben. Hier gelingt es jedenfalls bestens, auch dank der stimmigen Begleitung aus geschäumter Mandelmilch als bekrönendes Häubchen – ergänzt von behutsam gegartem jungem Spinat und einem dezent aromatisierten Estragonöl-Sud.

Breit aufgestellt ist der Hauptgang, ein „Allerhand vom Kalb“, im Rahmen dessen nicht nur das auf den Punkt kurzgebratene Filet und zart geschmortes Bäckchen aufgeboten wird, sondern auch Bries, das wie eine Piccata zubereitet ist. Begleitet wird diese delikate Trilogie von frischen Pfifferlingen im Mais-Crêpe und einer tiefen, gehaltvollen Spätburgundersauce. Hier ist der Kontrast zwischen der Kraft des Geschmorten und der Eleganz des Kurzgebratenen schön in Szene gesetzt. Die Brücke baut dabei das Bries, das wiederum optisch mit der Pfifferling-Maiscrêpe korrespondiert – aromatisch wie fürs Auge ein vielfältiges Beziehungsgeflecht.

Beim Dessert schichtet die Pâtisserie in der Art eines Millesfeuilles Sesam-Limonenhippen mit Himbeeren, die andere Tellerhälfte umfasst Passionsfrucht-Zabaione und Eis von schwarzem Sesam. Ein schillernder Bilderbogen rund um das Leitaroma des Sesams, ergänzt noch um zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten mit den Friandises, die hier gleichzeitig mit dem Dessert aufgetragen werden.

Der Service zeigt eine in dieser Form meist nur in gehobenen Restaurants anzutreffende Professionalität und Aufmerksamkeit. Sinnig zusammengestellt ist die individuelle Weinbegleitung, die sich auf die Bodenseeregion konzentriert. Die Weinkarte selbst ist vom qualitativ anspruchsvolleren Bodensee-Viertele bis zu Klassikern aus dem Bordelais gut bestückt und fair kalkuliert. So wie hier überhaupt ein moderates Preis-Leistungsverhältnis herrscht.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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