Perrier_Superbanner

???

Fotos: Chalet am Kiental

Chalet am Kiental

im Romantik Hotel Chalet am Kiental
Andechsstr. 4
82211 Herrsching
08152-982570

aktualisiert: 04 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Do-Di ab 18 Uhr, Mi Ruhetag
Hauptgerichte: 28-54 €,
Menüs: 52-183 €

Das Chalet am Kiental in Herrsching ist ein besonderes Phänomen: Einerseits ist das charmante kleine Boutiquehotel mit seinem ambitionierten Restaurant seit vielen Jahren eine der wenigen anspruchsvolleren Ziele für Genießer rund um den Ammersee und bietet mit seinem behaglichen, durch viele Exponate beinahe an eine Galerie erinnernden Ambiente einen sehr einladenden Rahmen. Andererseits ist es in den letzten Jahren nur schwer geglückt, Küchenchefs zu finden, die das Ganze konstant über eine längere Zeit mit einer dazu passenden, qualitativ überzeugenden Küche ergänzen konnten. Entsprechend hoch war die Frequenz der personellen Wechsel. Und auch bei unserem jüngsten Besuch stand mit Marko Vukovic wieder ein neuer Mann am Herd.

Vielversprechend für dessen Einstand war schon einmal die Tatsache, dass die Küche zwar auf handwerkliche Sorgfalt setzt, dabei aber stilistisch eher bodenständig-geradlinig bleibt und sich weder mit exklusiven Luxusprodukten noch mit extremem Aufwand angestrengt in Richtung Fine Dining bewegt. Was hier auf die Teller kommt, ist zwar durchaus fein und anspruchsvoll, bleibt dabei aber sympathisch geerdet. Und das passt sehr gut hierher ins Chalet am Kiental.

Dass diese Linie auch qualitativ überzeugen kann, zeigte beispielsweise eine Kuppel aus geräuchertem Saibling rund um zart gestockte Saiblingsmousse, die vom eigenen Kaviar verstärkt und von einer mildwürzigen Selleriemilch mit Dillöl umgeben war, in der sich auch noch (recht fest) gelierte Kügelchen mit säuerlich-herbem Geschmack versteckten. Das war optisch ein echter Hingucker: aufgeräumt und pointiert, mit dem geräucherten Saibling als tonangebende Komponente aromatisch eher einfach aufgebaut, aber gerade auf diese unverkünstelte Art ein durchaus gelungener Auftakt.

Deutlich rustikaler wurde es bei der sämig dichten, konzentriert abgeschmeckten Wirsingcremesuppe, die jeweils separat mit aufgeschlagener Schinkensahne und süßlich-salzigen Pastinakenchips ergänzt werden konnte. Aber auch das hatte Charme und konnte obendrein mit intensivem natürlichem Geschmack punkten.

Nochmal eine Steigerung bot das saftstrotzend zart am Knochen gebratene Lammkarree, das allein schon als Produkt ein echtes Highlight darstellte. Und auch wenn die Begleitung mit erdig-fruchtiger Roter Bete, knackig grünen Brokkoli und einem zarten Kartoffelgratin erneut eher schlicht und bodenständig ausfiel, war das in Kombination mit dem sehr guten Lamm inklusive einer leichten, natürlichen Jus ein rundum überzeugender Teller.

Weil zuletzt auch das Dessert in Form einer kleinen, mit Birne und Schokomousse-Tupfen gefüllten Tartelette (mit etwas dickem Teig) neben Haselnusseis und Limettengel auf seine gegenständlich-gröbere Machart vor allem geschmacklich voll überzeugte und die herzlich-familiäre Art der Gastgeberfamilie Lehn ohnehin eine absolute Konstante ist, bleibt nur zu sagen: Hoffentlich geht es hier noch möglichst lange genauso weiter wie aktuell!

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



Das GUSTO-Lexikon der Köche

Hier finden Sie einen Großteil der Küchenchefs, deren Restaurants im GUSTO-Führer empfohlen werden. Das Lexikon wird ständig ergänzt.

Das GUSTO-Ranking der besten Restaurants

Hier finden Sie eine tagesaktuelle Übersicht aller im GUSTO-Führer empfohlenen Restaurants - sortiert nach ihrer derzeitigen Bewertung.