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Fotos: Caroussel Nouvelle

Caroussel Nouvelle

im Hotel Bülow-Palais
Königstr. 14
01097 Dresden
0351-8003140

aktualisiert: 11 / 2024
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Täglich von 12-14 Uhr u. ab 18 Uhr, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 29-49 €,
Menüs: 58-75 €

Das Bülow Palais in Dresden ist eindeutig einer der Orte in der sächsischen Landeshauptstadt, an denen seit vielen Jahren nicht nur ein beeindruckendes Level an exklusivem Komfort geboten wird, sondern auch die Gourmetszene der Stadt entscheidend geprägt wurde. Und obwohl hier bereits seit einigen Jahren nicht mehr die große, exklusive Gourmet-Oper gespielt, sondern ganz bewusst und aufgeschlossen auf ein zugänglicheres Konzept gesetzt wird, zählt das Restaurant Caroussel Nouvelle nach wie vor zu den lohnendsten Zielen für Genießer in Dresden.

Während die Küche am Mittag ausschließlich hervorragend umgesetzte Bistro-Klassiker kocht, gibt es am Abend auch ein (wahlweise vegetarisches) Menü, das vom Aufwand und von der Produktwahl her klar im Fine-Dining-Bereich angesiedelt ist. Das im Rahmen dieser Speisefolge gebotene Niveau konnte sich schon in den letzten Jahren sehen und schmecken lassen – aktuell scheint es aber ganz so, als würde das Team um Küchenchef Sven Vogel noch etwas mehr Gas geben und noch mehr Ressourcen für die genaue Ausarbeitung der einzelnen Gerichte bereitstellen. Denn so gut wie zuletzt, haben wir hier schon lang nicht mehr gegessen.

Dass die Gäste bei unserem jüngsten Besuch am Abend auch wieder im eleganteren und festlicheren Salon platziert wurden und nicht vorn im Bistro-Bereich, spielt bei dieser Feststellung keine entscheidende Rolle, gibt einem Besuch aber automatisch ein etwas exklusiveres Flair. Und dem passte zuletzt auch die erste Offerte aus der Küche in Form eines Tatars von Hummer und Tomate, das als Basis für ein hellfruchtig-frisches Melonensorbet, knackig zarte Hummerstücke, ein wenig fein schärfende und Schmelz verleihende Chili-Mayonnaise und Erbsenkresse diente. Das war kompakt angerichtet, dennoch abwechslungsreich und differenziert: in jedem Fall ein ausgezeichneter Start!

Ohne Probleme mithalten konnte da auch das saftig gebratene Filet eines klar erkennbar einstmals kapitalen Steinbutts, dessen zarte Röstnoten von kleinen Artischockenstreifen, Passepierre und hauchdünnen Knusperchips als Topping gewinnbringend ergänzt wurden. In einem Ring aus seidiger Artischockencreme stellte dazu eine intensiv duftende Safransauce mit etwas Kaviar und Schnittlauch eine sehr prägnante Grundierung und rundete das insgesamt kraftvolle, aber dennoch feinfühlig umgesetzte Ensemble elegant ab.

Nicht ganz auf dem Niveau dieser beiden hervorragenden Gerichte lag das im Hauptgang servierte Onglet vom Kalb mit hauchdünner saftiger Tomatenschmelze. Dieses wurde neben locker-saftigem Couscous mit Chips und Creme von Auberginen sowie knackig frisch auflockernden Zucchini-Röllchen in zurückhaltend süß-säuerlich aromatisierter Fassung sowie einer intensiv nussigen Pistazienpaste und einer (etwas zu) konzentriert wuchtigen Kalbsjus angerichtet. Das wirkte alles durchaus sehr harmonisch, aber auch etwas bunt zusammengewürfelt und war deshalb nicht so ganz so fokussiert wie die vorausgegangenen Gerichte des Menüs.

Weil aber ganz am Ende das Dessert rund um Brombeere als intensives Sorbet, Gel und vollreife Beeren neben einem hauchzart gestockten, eher natürlich säuerlich gehaltenen Buttermilch-Ring, mit flüssiger und nur leicht gesüßter Füllung nicht nur sehr akkurates Patisseriehandwerk, sondern auch eine ausgezeichnete Balance zwischen herber Beerenfrucht, säuerlich milchigen Noten und dezenter Süße bot, gibt es in diesem Jahr von unserer Seite eine verdiente Aufwertung auf 7 Pfannen. Verbunden mit der berechtigten Hoffnung, dass der Aufwärtstrend diese Bewertung beim nächsten Besuch noch untermauert.

Das gut eingespielte Serviceteam und der reich bestückte Weinkeller dieses Traditionshauses sind weitere gute Gründe, dass man sich hier nicht nur als klassisch gepolter Feinschmecker immer sehr gut aufgehoben fühlt.

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