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Fotos: Aschbacher Hof

Aschbacher Hof

Aschbach 3
83620 Feldkirchen-Westerham
08063-80660

aktualisiert: 11 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Täglich ab 12 Uhr durchgehend, kein Ruhetag
Hauptgerichte: 19-38 €,
Menüs: 29-47 €

Solche Gasthöfe wie den Aschbacher Hof, der verkehrsgünstig nahe der A8 und trotzdem in voralpenländischer Idylle etwa auf halbem Weg zwischen München und Rosenheim liegt, müsste es öfter geben! Dieser oberbayrische Vorzeigebetrieb, der auch ein gediegenes Hotel beherbergt, bietet nämlich in seinen behaglichen ländlichen Gaststuben täglich mittags und abends eine saisonal und stark regional ausgerichtete Küche in bester gutbürgerlicher Art, wie man sie leider nur noch selten erlebt. Die herrliche Aussicht ins Chiemgau, die man von der großen Terrasse aus hat, ist da nur noch Bonusprogramm.

Es lohnt sich nämlich wirklich, auch nur wegen des Essens hierherzukommen, wenn man blitzsaubere Gerichte der gehobenen bodenständigen Art im Sinn hat. Für die zeichnet seit vielen Jahren Küchenchef Heiko Obermaier verantwortlich, dessen Repertoire bei den Klassikern der traditionellen heimischen Küche wie dem „Aschbacher Zwiebelrostbraten“ aus der Rinderlende mit selbstverständlich hausgemachten Röstzwiebeln und Käsespätzle oder den gebratenen Medaillons vom bayerischen Schweinefilet mit Rahmschwammerln, Saisongemüse und Topfenspätzle anfängt und bei speziellen Tagesofferten aus seltener anzutreffenden Produkten noch längst nicht aufhört.

Wo bekommt man denn zum Beispiel heute noch Gams geboten? Wir erlebten zuletzt gleich ein Duett des in den Schlierseer Bergen erlegten Tieres, nämlich rosa Rücken und geduldig zart geschmortes Gulasch, die in eigener, gehaltvoller Sauce zusammen mit gebratenen Würfeln von Kräuterseitlingen, knackigen Brokkoliröschen und wirklich mustergültigen Schupfnudeln zum Besten gegeben wurden. Die gewinnbringende fruchtige Süße, die bei kaum einen Wildgericht fehlen darf, kam hier originellerweise von einer Birnen-Speck-Marmelade. Zupackend, aber auch fein!

Schon davor bewies die Küche mit mild gebeiztem, in Sesam gewälztem und damit ganz kurz gebratenem Filet von der Meerwasser-Lachsforelle auf mit Ingwer angespitztem Kürbispüree, eingelegten Gurkenwürfeln und dezent mit Wasabi aromatisierter Mayonnaise, dass sie auch das weltläufige Fach gut beherrscht. Wir würden hier aber trotzdem auch im Vorspeisenbereich immer eher die heimischen Varianten wählen. So zum Beispiel das Zweierlei von der bayrischen Ente, von der dünne Scheiben der zart geräucherten Brust und ein saftig-krosser, mit dem ausgelösten geschmorten Keulenfleisch gefüllter gebackener Riegel sich den rechteckigen Glasteller mit Endiviensalat, Preiselbeergel und einem leichten Walnussdressing teilten.

Die unterschiedlichen Themen- und Länderwochen, die die Speisekarte das ganze Jahr unterschiedlich färben, sorgen für viel Abwechslung. Besonders reizvoll finden wir es jedoch immer, wenn Wildwochen ausgerufen werden. Das bescherte uns beim letzten Mal neben der bereits genannten Gams auch einen tollen Hauptgang mit sehr saftigen und zarten, aber kein bisschen mürben, sondern schön straffen rosa Steaks aus der Keule eines in heimischen Jagden erlegten Rehs, die mit Speck-Rosenkohl, fluffigen Topfenspätzle und perfekter Wacholderrahmsauce zum Besten gegeben wurden.

Und weil auch ein Nachtisch im Aschbacher Hof keinesfalls fehlen darf, orderten wir zur optimal beschaffenen, cremig gestockten und sehr sorgfältig karamellisierten Tonkabohnen-Crème-Brûlée mit schmelzigem weißem Schokoladeneis und unterschiedlichen Zitrusfrüchte-Filets mit eigener Sauce auch noch ein Haselnuss-Krokantparfait mit Sauerkirschkompott – beides sehr lohnende schnörkellose Desserts.     

Und dank des gut organisierten Serviceteams fühlt man sich auch bei vollem Haus immer wohl. Die Weinkarte listet viele attraktive Flaschen renommierter Produzenten aus Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien und ist, genau wie die Gerichte, erfreulich moderat durchkalkuliert.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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