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Fotos: beitz & lotte

beitz & lotte

Schloßplatz 3
83471 Berchtesgaden
08652-9790666

aktualisiert: 02 / 2026
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mi-Sa ab 18 Uhr, So-Di Ruhetag
Hauptgerichte: 27-33 €,
Menüs: 50-90 €

Mit ihrem charmanten kleinen Lokal im historischen Zentrum von Berchtesgaden haben sich Norman und Alexandra Beitz mittlerweile bestens etabliert. Die gourmetgastronomieerfahrenen Gastgeber, die das beitz & lotte jeweils in Personalunion bespielen können – sie im Service, er am Herd – haben hier am Schlossplatz treffsicher eine Lücke im gastronomischen Angebot des Städtchens geschlossen, hebt sich das Konzept von Tagesbar zu Casual fine dining am Abend mit seinem gehobenen Anspruch an Qualität und Handwerk doch klar und deutlich von den sonstigen Adressen ab, gibt sich aber zugleich lässiger, zugänglicher und entspannter als dezidierte Gourmetrestaurants. Nicht nur bei den Preisen, auch in der Gangart und auf den Tellern.

Man wählt hier à la carte aus der bewusst klein und fein, aber eben nicht zu exklusiv gehaltenen Karte pfiffige Gerichte mit Lokalkolorit, etwa handgeschnittenes und erfreulich defensiv gewürztes Tatar vom heimischen Rind, hübsch arrangiert mit eingelegten Rübchen aus dem Vorjahr, Kapern, Senfmayonnaise, Zwiebel und Kartoffelbrot. Alle Lieferanten werden transparent in der Speisekarte aufgeführt, die meisten davon stammen aus der Region. Die aromatischen, feinsäuerlich-süßlich überwinterten Rübchen werten auch marinierte Romanasalat-Herzen auf, ebenfalls mit knusprigen Kapern angereichert, aber auch mit herzhaftem Bergkäse und einer feinwürzig-mildsäuerlichen Vinaigrette. Alles zeugt von Frische der Produkte, Natürlichkeit, harmonischem Geschmack, und wird unverkünstelt gegenständlich umgesetzt und angerichtet.

Gerade in der Einfachheit sieht und schmeckt man hier die Finesse, ob bei einem erfrischend schlanken Kürbissüppchen mit zart knackiger Kürbiseinlage und feiner nussiger Note von Kernöl, oder einem ebenfalls auf Kürbiscreme zubereiteten und mit knackigen Kürbisschleifen vermengten alpinen Rollgerste-Risotto, dem eine Umrandung von Salsa verde einen kräuterfrischen Akzent und knusprige Kürbiskerne natürliche Nussigkeit und Struktur geben.

Das eine ist hier die sehr sorgfältige und gekonnte Zubereitung der Gerichte, das andere die auffällig guten Produktqualitäten. Zum Beispiel vom sanft gebratenen Kabeljau als maritime Option zum zuvor genannten alpinen Risotto, aber auch als Hauptgang in Kombination mit Artischocke und Paprika sowie Zitronen- und Estragonaromen. Oder vom nicht nur perfekt rosazarten, sondern auch herrlich saftigen und eigenaromatischen Filet eines heimischen Rindes. Das begleitete zuletzt die in einer rahmigen Périgord-Trüffelsauce eingelullten Spaghetti, bei denen wir einzig den arg zwieblig-deftigen Lauch als kleines, aber nicht spielentscheidendes Defizit empfanden.

Filigran gearbeitete und trotzdem unverkünstelt geradlinig präsentierte Desserts wie zuletzt eine zarte Kokosmousse-Schnitte mit dünnem Biskuitboden und einem Topping aus Passionsfruchtgelee, Haselnüssen und Baiser-Sticks, flankiert von pacojetcremigem Passionsfruchtsorbet, gehen dem Chef ebenfalls bemerkenswert präzise von der Hand, und unterstreichen zum Abschluss immer noch mal die Souveränität der Küche. Ergänzt wird das alles von einer kleinen, fachkundig zusammengestellten und offerierten Auswahl ansprechender Weine und umrahmt von einer ausgesprochen entspannten, familiären Atmosphäre.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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