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Fotos: Gourmetrestaurant Aubergine

Gourmetrestaurant Aubergine

im Hotel Vier Jahreszeiten Starnberg
Münchner Str. 17
82319 Starnberg
08151-44700

aktualisiert: 05 / 2025
Mo Di Mi Do Fr Sa So
Mittags
Abends
Mi-Sa ab 18.30 Uhr, So-Di Ruhetag
Menüs: 149-169 €

Wer rund um den Starnberger See, wo bekanntlich überdurchschnittlich hohe Kaufkraft beheimatet ist, kulinarisch anspruchsvoll genießen möchte, hat es seit jeher überraschend schwer, dafür geeignete Optionen zu finden. Glücklicherweise ist das in einem Wintergarten-Vorbau des Hotel Vier Jahreszeiten untergebrachte Restaurant Aubergine schon seit vielen Jahren eine der ganz wenigen verlässlichen Ausnahmen und garantiert mit der Küche von Maximilian Moser in stilvoll-elegantem Ambiente Kulinarik auf hohem Niveau.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist die Tatsache, dass Maximilian Moser zwar schon immer sehr gerne kreative Ideen in seine Gerichte einbindet, mittlerweile aber erfahren genug ist, damit nicht mehr übers Ziel hinauszuschießen. Stattdessen zeichnen sich seine Kreationen inzwischen in den allermeisten Fällen durch einen klaren Fokus auf die guten Produkte und ausdrucksstarke Saucen aus. So machten beim letzten Besuch schon die ersten einstimmenden Kleinigkeiten uneingeschränkt Spaß und zeigten vom knusprig-saftigen „Fischstäbchen“ aus nobler Königskrabbe bis zur Auster unter Chesterbrotschaum und verschiedenen frischen Gurkenkomponenten sehr deutlich, in welche Richtung es auch im Folgenden gehen würde.

Ein erstes Highlight folgte dann gleich im ersten offiziellen Gang mit dem zu einer sanft pochierten Rolle geformten Skrei auf zarten Würfelchen von Rote Bete. Dazu gab es nicht mehr als eine aufgeschäumte Beurre blanc von Miso mit straffem Körper und festem Säurekern, die zusätzlich von Schnittlauch- und Paprikaöl sowie Kaviar von Forelle und Saibling akzentuiert wurde, und so ganz wesentlich den Charakter des Gerichts mitbestimmte.

Ein gleichermaßen gutes Händchen für Saucen zeichnete auch den folgenden Teller aus, in dessen Zentrum eine Forellenroulade stand. Das saftige Filet war mit getrockneter Tomate und kurkumagelber Farce in Mangold gewickelt und wurde von ätherischem Safranfenchel und einer luftig leichten, zugleich aber vollmundig-konzentrierten Vanille-Beurre-Blanc begleitet. Auch hier spielte markante, aber fein eingebundene Säure eine wesentliche Rolle. Und die Vanille steuerte tatsächlich nur ihren feinen Duft bei, ohne auch nur ansatzweise für einen mollig-süßen Touch zu sorgen.

Weniger überzeugend ging es dagegen bei der Kombination von geschmortem Iberico-Bäckchen und Hummerschere im Hauptgang zur Sache. Zum einen konnte der etwas faserige Hummer schon als Produkt nicht wirklich glänzen. Zum anderen wirkte er in dem Arrangement, das mit Kürbis (Schaum, Creme, Röllchen) und Cashew eine von blumigem Curryduft geprägte Exotik entwickelte, ein bisschen wie fehl am Platz und hätte neben dem Ibericoschwein wohl besser entweder proportional und qualitativ gleichberechtigt eingesetzt, oder einfach ganz weggelassen werden sollen.

Solche kleinen Irritationen sind aber die absolute Ausnahme. Und so wurde auch beim letzten Besuch mit Cassissorbet unter Holunderblütenschaum und Champagnergelee sowie eingelegten schwarzen Johannisbeeren und filigranen „Zweigen“ aus Russisch Brot schon wieder auf dem gewohnten Niveau performt. Auch die kunstvoll modellierte Rose aus Himbeermousse auf einem mit Vanillesauce gefüllten Salzburger-Nockerl war ein starkes Dessert. Erfrischt von duftig-feinfruchtigem Litschisud und kräuterfrischem Eis von Zitronenverbene griff hier aromatisch alles sehr feingliedrig und elegant ineinander und hätte allenfalls durch etwas stärkeren Texturkontrast noch gewinnen können.

Das eloquente und gut eingespielte Serviceteam sowie der mit lohnenden Weinen reich bestückte Keller sind ebenso verlässliche Garanten für einen ansprechenden Besuch wie die Küche. Und so ist und bleibt die Aubergine auch weiterhin der kulinarische Leuchtturm am Starnberger See.

Um die Pins anklicken zu können, müssen Sie den Zielort näher heranzoomen.



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